Jahresbericht 2017

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 23. Juni 2018 22:06
Jahresbericht 2017
gehalten vom Vorsitzenden
Dr. Heinz-Walter Knackmuß
auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Förderkreises zum
Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V.
am 23.06.2018
in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche



1.    Begrüßung
Liebe Mitglieder des Förderkreises, lieber Herr Vizepräsident des Landtags von Brandenburg Dieter Dombrowski. Wir freuen uns, dass Sie an Ihrem Geburtstag heute in die Kirche gekommen sind und gratulieren Ihnen ganz herzlich. Ich begrüße als Mitglieder im Kuratorium, den stellvertretenden Superintendenten und geschäftsführende Pfarrer Andreas Buchholz, den Kreistagsabgeordneten Holger Schiebold und den Vorstand der Volksbank Rathenow e G Bernd Knust. Liebe Mitglieder des Vorstandes und lieber Herr Prof. Eisenberg. Ich freue mich besonders, dass Sie mit Ihrer Mutter und Ihrer Schwester heute hier sind und das wir zur Eröffnung Ihre Kunst auf der Truhenorgel hören konnten. Wir haben auch zwei niederländische Gäste Ge und Bert de Poel aus der Partnergemeinde heute unter uns und ich begrüße ach den Bruder des Schatzmeisters Manfred Krüger aus Neuseeland.
Liebe Ge, lieber Bert,wir freuen uns, dass Ihr heute zu der Mitgliederversammlung 2018 in Rathenow seid. Es ist schön, dass Ihr am Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche so aktiv mitwirkt. Wir wollen jetzt die Kreuzgewölbe im Chorraum wiederaufbauen, aber das ist sehr teuer. Der Wiederaufbau der Kreuzgewölbe kostet 1,6 Mio €. Danach wollen wir die Heizung einbauen, damit die Kirche auch im Winter benutzt werden kann. Ohne Gottes Segen und ohne staatliche Hilfe können wir das nicht schaffen. Aber jeder Euro hilft, dass wir dem Ziel en Stückchen näherkommen. Herzlich will kommen! Beste Ge, beste Bert,
We zijn blij dat u vandaag in Rathenow bent voor de algemene vergadering van 2018. Het is leuk dat je zo actief betrokken bent bij de wederopbouw van de Sankt Marien Andreas Kerk. Nu willen we de kruisgewelven in het koor herbouwen, maar dat is erg duur. Reconstructie van de kruisboog kost € 1,6 miljoen. Dan willen we de kachel installeren, zodat de kerk in de winter kan worden gebruikt. Zonder Gods zegen en hulp van de regering kunnen we dat niet doen. Maar elke euro helpt ons dichter bij het doel te komen. Hartelijk welkom!



Ge und Bert de Poel aus Leek in den Niederlande

2.    Jahresbericht 2017
Das Jahr 2017 wurde in ganz Deutschland als Lutherjahr gefeiert. Es wurde in Rathenow mit einem Festgottesdienst in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche eröffnet. Pfarrer Buchholz hatte in Erinnerung des Thesenanschlags an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg vor 500 Jahren die 95 Thesen als Kopie an die Tür der Sankt-Marien-Andreas-Kirche gebracht. Pfarrer Andreas Buchholz hat auch im Rahmen des Lutherjahrs einen Vortrag über Johann Heinrich August Duncker gehalten, bei dem auch Dr. Bettina Götze und Bürgermeister Ronald Seeger mitwirkten.   
Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. hat sich 2017 bemüht mit Unterstützung des Bürgermeisters der Stadt Rathenow Ronald Seeger und des Ehrenbürgers der Stadt Rathenow Klaus Eichler Fördermittel vom Bund und vom Land sowie von anderen Geldgebern wie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu erhalten. Die Anträge waren leider nicht erfolgreich. Es fanden auch Gespräche mit dem Staatssekretär Martin Gorholt statt, der die Aussichten auf Fördermittel erst nach der Wahl einer neuen Bundesregierung für zielführend ansah. Nun bemühen wir uns erneut um finanzielle Unterstützung, denn die Größenordnungen des weiteren Wiederaufbaus gehen gleich immer in die Millionen. In diesem Zusammenhang möchte ich mich beim Ehrenbürger der Stadt Rathenow ganz herzlich bedanken, der mich bei der Formulierung der Fördermittelanträge sehr unterstützt hat und auch als Architekt eine Kostenschätzung für den Einbau einer Heizung vorgenommen hat. Wir haben da sehr intensiv miteinander kommuniziert und ich gebe ehrlich zu, dass ich das ohne sein Fachwissen nicht geschafft hat. Vielen Dank auch für die Ratschläge zur Kontaktaufnahme mit vielen unterschiedlichen Abgeordneten. Ich denke aber die Landesregierung kann sich mit Hinweis auf einzelne Bundestagsabgeordnete nicht aus der Verantwortung ziehen. Das wäre mir dann doch zu bequem. Ich vertraue wie immer auf Gott und da bin ich noch nie enttäuscht worden.

2017 ging die Kirchturmuhr kaputt. Eine Firma aus Kölleda in Thüringen musste die Reparatur übernehmen. Der Motor, der die Gewichte nach oben zog, hatte einen Schaden und musste ausgetauscht werden. Er treibt auch die Zeigergetriebe an. Die Uhr geht jetzt ganz genau und stellt sich automatisch auf die Sommerzeit um. Seit dem 18.08.2017 geht die alte Kirchturmuhr wieder und dient den Rathenowern als Orientierung durch ihr Leben. Pfarrer Andreas Buchholz hat alles sehr geräuschlos abgewickelt, ohne viel Aufhebens zu machen. Ich habe ja immer die Kamera zur Hand und muss an die Zeitungen schreiben und so gelangte das dann doch in die Öffentlichkeit. Es sind eben die vielen kleinen Arbeiten, die keiner so wahrnimmt, wie die Aufsicht an den Wochenenden von den Förderkreismitgliedern.  Seit der Bundesgartenschau reißen auch die bestellten Kirchenführungen nicht ab und ich bin froh, dass Peter Kurth und ich damals 10 Kirchenführer mit Zertifikat ausbilden konnten, die jetzt die Stütze des Tourismusprogramms bilden. Wir arbeiten dabei ganz eng mit Frau Wand vom Tourismusverband Westhavelland zusammen. Den Kirchenführern und Förderkreismitgliedern, die die Aufsicht fleißig übernehmen, möchte ich herzlich Dank sagen.

2017 stand in der Märkischen Allgemeinen Zeitung, dass ein Arbeitsteam in Potsdam für Gemeinnützige Vereine Internetseiten kostenlos aufbauen würde. Ich weiß nicht warum, aber ich beantragte auch, für den Förderkreis so eine zweite Internetseite zu erstellen. Das dauerte acht Monate und ab 01.08.2017 war die Seite unter: www.rathenow-kirchen.de im Internet und berichtete über die Aktivitäten des Förderkreises. Die Mitarbeiter hatten alle Daten mit der alten Internetseite verlinkt, sodass praktisch auch alle Eintragungen mühelos eingesehen werden konnten.


3.    Besucher
Zur großen Freude der Menschen in ganz Rathenow war vom 17.04. -21.04.2017 die Bischöfin a. D. Rosemarie Köhn aus Hamar in Norwegen in der Stadt und besuchte natürlich auch ihre Taufkirche, die Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Der Landrat des Landkreises Havelland Roger Lewandowski empfing die alte Dame mit großer Freundlichkeit und Respekt für die Lebensleistung der gebürtigen Rathenowerin. Sie ist jetzt schwer krank und wurde von Pfarrerin Susanne Sonderbo begleitet.  Sie schrieb sich in das Gästebuch des Förderkreises ein und nahm wohl mehr Abschied von ihrer Heimatstadt, denn die Krankheiten erlauben ihr nicht mehr so weite Reisen. In das Gästebuch des Förderkreises schrieb sie: Seid mutig und stark! Habt keine Angst, und lasst euch nicht von ihnen einschüchtern! Der Herr, euer Gott, geht mit euch. Er hält immer zu euch und lässt euch nicht im Stich. (5. Buch Mose 31,6)
Am 23.05.2017 schrieb sich der Landrat Roger Lewandowski bei einem Besuch in der Kirche in das Gästebuch des Förderkreises ein.
Gé und Bert de Poel aus den Niederlanden schrieben sich am 17.06.2017 ein und der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke, besuchte die Sankt-Marien-Andreas-Kirche am 10.07.2017, worüber ich mich sehr gefreut habe.
Am 15.10.2017 trug sich Kirchenmusikdirektor Prof. Matthias Eisenberg anlässlich eines Benefizkonzertes in das Gästebuch ein. Er wird erneut am 05.08.2018 um 17:00 Uhr zu einem Orgelbenefizkonzert nach Rathenow kommen. Karten gibt es in der Kirche, im Eine-Welt-Laden im Tourismusbüro und in der Buchhandlung Tieke. Voriges Jahr hatten wir die Kirche den ganzen Sommer geöffnet, was natürlich ideal für die Touristen war, Der Tourismus hat jetzt ein Maß erreicht, dass man wirklich von einem neuen Arbeitsfeld sprechen kann. Seit der bundesgartenschau 2015 reißt der Strom der Touristen nicht ab; er wird jedes Jahr größer. Es ist auch ein wachsender Bereich der Arbeit des Förderkreises.



4.    Konzerte

Von den Konzerten in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, die immer wieder mit ihrer einzigen Akustik viele Menschen anlockt, möchte ich drei erwähnen.

4.1.    Barocke Musik auf historischen Instrumenten
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Daniel Trumbull

Eine Sternstunde der Musik war am 22.07.2017 mit der „Musica Affenttusa“ unter der Leitung von Daniel Trumbull in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Es war ein wunderbares Konzert auf historischen Instrumenten.

4.2.    Musikschulen öffnen Kirchen

 

Das „Ensemble Concino“ unter Leitung von Carmen Dahlke gab am Sonntag, den 17.09.2017, ein Konzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in der Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen.“ Zum Lutherjahr 2017 ging es natürlich auch um Lutherlieder und so war das Gemeindelied „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Martin Luther der Auftakt zu diesem Konzert. Pfarrer Andreas Buchholz und seine Frau Magdalena gaben dabei in kleinen Sketchen den Dr. Martinus Lutherus und seine Frau Katharina von Bora, die Luther immer liebevoll Käte nannte. Das war ein willkommenes Zwischenspiel zu den Gesängen des „Ensembles Concino“. Carmen Dahlke spannte mit ihren Liedern einen weiten Bogen von der Reformation über Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms, Robert Schumann bis zur Gegenwart. Wer will, kann den Lutherchoral auch im Internet nachhören.

 




4.3.      Berühmte Choräle aus der Lutherzeit

Am 15.10.2017 war der berühmteste Orgelvirtuose Deutschlands Kirchenmusikdirektor Prof. Matthias Eisenberg  in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Er spielte auf der Hoffrichterorgel Choräle aus der Lutherzeit. Er Erlös floss komplett in den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Für die Zuhörer war danach klar, dass die elektronische Hoffrichterorgel wirklich nur eine Übergangsorgel sein kann, denn für große Konzerte ist sie doch nicht geeignet.


Kirchenmusikdirektor Prof. Matthias Eisenberg
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4.4.     Konzert zum Reformationsjubiläum
Am 31.10.2017gab es ein Reformationskonzert mit dem Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters Halberstadt mit der Reforamtionssinfonie und eine Reformationsouvertüre.



5.    Ausstellungen
5.1. Farbe ist Leben
Von den vielen Ausstellungen, die über das ganze Jahr in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche gezeigt werden, möchte ich nur zwei hervorheben. Renate Assmann und Doris Schacht präsentierten ihre Gemälde vom 16.04.2017 -02.07.2017 unter dem Motto „Farbe ist Leben.“
 

5.2. Wunderbares
Dr. Margit Semmler-Grade hat vom 08.07.2017 -30.09.2017 die Fotoausstellung „Wunderbares“ in der Kirche gezeigt. Es waren faszinierende Aufnahmen dabei, wobei man sich fragt: „Wie ist so etwas möglich?“ Die Aufnahmen sind mit einer normalen Kamera gemacht, aber die Perspektive und ein Blick dafür macht´s möglich.
 
5.3. Weihnachtskrippenausstellung 2017
Den Beschluss machte, wie jedes Jahr die Weihnachtskrippenausstellung im Advent von Dr. Heinz-Walter Knackmuß. Und dieses Jahr wurde Frau Prof. Dr. Gudrun Gleba so davon inspiriert, dass sie in den Förderkreis eintrat und auch Weihnachtskarten nach den Krippenmotiven drucken ließ, die gern am Büchertisch erworben werden können.
 

6.    Aussichten
Wir werden natürlich weiter versuchen Fördermittel für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zu erhalten. Die Gemeinde steht jetzt vor großen Herausforderungen. Es besteht die Möglichkeit, eine kleines Gemeindehaus neben der Sankt-Marien-Andreas-Kirche für 1,2 Mio € erbauen zu lassen. Es ist dies eine Jahrhundertchance, die nicht noch einmal kommen wird. Die Kommunale Wohnungsverwaltung würde das bauen. Das Gemeindehaus hat einen Gemeindesaal für 110 Menschen, zwei Gruppenräume und Toiletten. Es soll alles behindertengerecht sein und ein Fahrstuhl in die obere Etage führen. Außerdem könnte das Heizungsproblem für die Kirche angegangen werden, denn es gäbe die Möglichkeit über das Gemeindehaus auch die Kirche zu beheizen. Bis Ende September 2018 muss die Gemeinde eine Entscheidung getroffen haben. Wenn sie sich dafür entscheidet, wird es noch ca. 5-10 Jahre dauern, bis das Gemeindehaus nutzbar sein wird. Das ist eben so mit den Baumaßnahmen.   Ich möchte mich bei Pfarrer Andreas Buchholz für seine viele Arbeit auch mit dem Förderkreis bedanken, er muss a für alle Menschen und Gruppen in der Gemeinde da sein und es ist nicht immer einfach mit den vielen unterschiedlichen Auffassungen umzugehen. Ich danke allen Mitgliedern, die Woche für Woche und das nun schon über 22 Jahre die Aufsicht in der Kirche übernehmen, den Kuratoriumsmitgliedern und dem Vorstand, an erster Stelle natürlich dem Schatzmeister, der viel Arbeit hat, und nie stöhnt, dass es ihm zu viel wird. Den beiden Kassenprüfern Sabine Wille-Bäckhausen und Sylvio Jörn sei ebenso gedankt für die Prüfung der Kontdfotunterlagen. Allen fleißigen Helfern, die heute hier mitgeholfen haben, herzlichen Dank.          
„Ora et labora“, sagten unsere Vorfahren und diesem Motto wollen wir folgen: Beten und arbeiten. Ohne Gottes Segen ist auch beim Wiederaufbau einer Kirche nichts zu machen.
Vielen Dank

Dr. Heinz-Walter Knackmuß













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