Jahresbericht 2008

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 9. February 2011 13:47


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Jahresbericht 2008
des Vorsitzenden des Förderkreises zum Wiederaufbau der
Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Ratheneow e. V. ,
Dr. Heinz-Walter Knackmuß
gehalten auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am
Samstag, den 20.06.2009
um 14:00 Uhr
in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow

Liebe Mitglieder des Förderkreises, liebe Gäste!
1. Dach und Kreuzgewölbe

Das Jahr 2008 hatte der Förderkreis mit den Vorbereitungen üfr die Sanierung des Daches und den Neubau der Kreuzgewölbe im Schiff der Kirche zu tun. Die Dachsteinaktion, die wir am 11.02.2007 begonnen haben, wurde erfolgreich fortgeführt.
Ich bin ganz überwältigt von der großen Spendenfreudigkeit der Menschen in der Stadt. Ich kann nicht die vielen Spender aufführen, die Dachsteine gespendet haben.Über allem stand Gottes Segen, sonst hätten wir die gigantische Summe von fast 190.000,00 € bis Ende 2008 nicht zusammengebracht. Ein Dankeschön möchte ich an alle kleinen Spender sagen. Ich möchte aber auch besonders der Presse danken, die diese Aktion geduldig und stetig begleitet hat und dadurch erst den Erfolg ermöglicht hat. Wenn ein Foto mit Dachsteinurkunde in den Zeitungen erschien, kamen drei Spender nach. Das war durchweg unsere Erfahrung bei dieser Dachsteinaktion. Und die 10 € für einen Dachstein war eine Summe, die sich auch nicht so wohlhabende Bürger und Bürgerinnen der Stadt Rathenow leisten wollten.Wir haben mehr als 3000 Dachsteine über Spenden finanzieren können. Ein paar Spender möchte ich aber doch hervorheben.

2. Volksbank Rathenow
Die Volksbank Rathenow e G spendete am 23.05.2008 25 Dachsteine (Nr. 2051 -2074) für das marode Dach der Sankt-Marien-Andreas-Kirche.
Mit Untersttüzung der Volksbank Rathenow e G und ihrem Vorstandsvorsitzenden Siegfried Mertin und dem Vorstandsmitglied Bernd Knust stellte der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. am 14.07.2008 einen Antrag auf Spendenmittel in Höhe von 20.000,00 € an die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland. Die Volksbank Rathenow e G musste sich dabei im Vorfeld verpflichten 10% der möglichen Spende (2000,00 € ) aus ihren eigenen Mitteln zu spenden. Im September 2008 kam dann die freudige Nachricht von der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschaland, dass die beantragte Summe von 20.000,00 € für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zugesagt wurde. Die Zuwendungsbestätigung zeigt deutlich, dass die Volksbank Rathenow e G eng mit den lokalen Geschehnissen in ihrem Wirkungsbereich verbunden ist und damit im wahrsten Sinne eine echte Volksbank in unserer Region ist. Auch die Gründung der Bürgerstiftung durch die Volksbank Rathenow e G ist so ein Zeichen der Verwurzelung dieser Bank in der Region und eine echte genossenschaftliche Perspektive für viele Aufgaben in dem Einzugsgebiet der Volksbank e G. Viele Menschen im Havelland und in ganz Deutschland sowie in den Niederlanden und der Schweiz unterstützen den Wiederaufbau des Wahrzeichens der Kreisstadt Rathenow, die Volksbank Rathenow e G hat ber den ganzen Zeitraum des Wiederaufbaus der Kirche seit 1990 einen beständigen Anteil daran. Am 21.10.2008 wurde vor der Volksbank Rathenow e G der Scheck ber 20.000,00 € aus dem Zuwendungsbescheid der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken an den Förderkreis übergeben. Der Förderkreis dankt der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Volksbank Rathenow e.G. für die Spende.Insbesondere ist Siegfried Mertin, Bernd Knust und Janine Fode zu danken für die Unterstützung und Beratung bei der Antragstellung.

3. Holger Schiebold 60. Geburtstag
Am 21.04.2008 feierte der Kreistagsvorsitzende Holger Schiebold (CDU) seinen 60. Geburtstag im Restaurant Harlekin des Kulturzentrums Rathenow. Statt Blumen und Geschenke bat er um eine Spende an den Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. Ein Kirchenmodell für die Aufnahme der Spenden stand im Foyer des Kulturzentrums. Das Geld sollte für die Erneuerung des Dachs des Gotteshauses verwendet werden. Holger Schiebold gehört wie seine Gattin dem Förderkreis an und ist in das Kuratorium gewählt worden. Viele Gratulanten kamen zu dem festlichen Empfang in das Kulturzentrum. Der Landrat Dr. Burkhard Schrder mit seiner Frau, der Bürgermeister a. D. Werner Salomon aus Berlin-Spandau, der Kreispräsident des Kreises Rendsburg-Eckernfrde, Lutz Clefsen, der in einer Laudatio die guten Kontakte beider Kreise betonte und dem Jubilar die höchste Auszeichnung des Landkreise Rendsburg-Eckernfrde, einen Ehrenteller, überreichte, der Präsident des Kneipp-Bundes Deutschland, Ulf Fink, der stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Brandenburg, Sven Petke, viele ehemalige Mitarbeiter aus dem Gaststättenbereich und von der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) sowie viele Freunde und Bekannte. Als Kreistagsvorsitzender hatte Holger Schiebold natürlich zu allen Fraktionen im Kreistag gute Kontakte gepflegt und so kamen dann auch die Vertreter der Fraktionsspitzen zur Gratulation. Da Holger Schiebold auch Vorsitzender des Kneippvereins Rathenow e.V. mit 112 Mitgliedern ist, kam auch Gudrun Beckmann vom Kneipp Verein Berlin e.V., die wesentliche Hilfen bei der Gründung in Rathenow gegeben hat. Auch waren viele Bürgermeister und Amtsdirektoren gekommen. Den Jubilar hat es sehr gefreut, dass so viele Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet zu seinem Geburtstag gekommen waren und seinem Spendenaufruf folgten. Insgesamt kamen bei dem bunten Treiben 1.920,00 € zusammen, die der Jubilar auf 2.100,00 € erhöhte.
Der Vorsitzende des Förderkreises berreichte ihm am 05.05. 2008 zwei Stifterurkunden in Silber. Das Geld sollte für die Wiederherstellung des maroden Kirchendaches mit den Kreuzgewölben verwendet werden.

4. Dr. Hans Hermann Schultze 65. Geburtstag
Am 23.05.2008 feierte der Rathenower Apotheker Dr. Hans-Hermann Schultze seinen 65. Geburtstag und bat seine Gratulanten um eine Spende für den Wiederaufbau der Kirche. Dabei kamen 1.865,00 € zusammen.

5. Stifterbriefe in Platin und Gold
Bis 2008 hatte ich immer gedacht, dass wir Stifterbriefe in Platin und Gold wohl nie vergeben könnten, aber 2008 kam alles anders. Einen Stifterbrief in Platin, das sind 5000,00 € konnten wir 2008 das erste Mal an eine anonyme Spenderin aus Rathenow vergeben. Sie hatte auch die Stifterbriefe 1 und 2 in Gold erhalten. Den Stifterbrief in Gold erhält man für eine Spende von 2.500,00 € . Durch die Spende der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschaland konnten wir drei Stifterbriefe (Nr. 2-4) in Platin und den Stifterbrief Nr. 3 in Gold an diese Stiftung geben. Edith und Dr. Horst Pastuszek aus Hamburg erhielten den Stifterbrief in Gold Nr. 4 für eine Zuwendung von 2.500,00 € .

6. Ministerpräsident des Landes Brandenburg Matthias Platzeck
Auch der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Matthias Platzeck spendete am 17.09.2008 10 Dachsteine. Das will ich nicht unerwähnt lassen.

7. Aktion aus 2 mach 3
Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland hat der Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde in Rathenow die Möglichkeit gegeben, vom 15.03.2008 - 30.09.2008 an der Aktion Aus 2 mach 3 2008 teilzunehmen. Wenn es in diesem Zeitraum der Kirchengemeinde gelingen würde, 40.000,00 € an Spenden zu sammeln, versprach die Stiftung 20.000,00 € draufzupacken. Viele haben sich mit großen und kleinen Beträgen an dieser Aktion beteiligt und haben damit dazu beigetragen, dass sie erfolgreich war. Insgesamt wurden 45.942,75 € an Spenden gesammelt, sodass mit der Stiftungsaufstockung nun 65.942,75 €  für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zur Verfügung stehen.
Allen Spendern möchte ich auf diesem Wege meine Hochachtung und meinen Dank aussprechen. Ein von Magdalena Buchholz angefertigtes Transparent hat schon allen Spendern ein Danke vom Kirchturm zugerufen. Die Abseilaktion vom Kirchturm mit Sabine und Axel Teckemeyer und Pfarrer Andreas Buchholz sollte auch noch einmal auf den kurzen Zeitraum der Spendenmöglichkeit hinweisen. Bis kurz vor Ende der Aktion waren ber 26.000,00 € zusammengekommen. Ein großer Rathenower Mäzen der Kirche spendete dann den Rest von 14.000,00 €, sodass die 40.000,00 € Grenze überschritten wurde und wir die vollen 20.000,00 € von der Stiftung erhielten. Es war ein gutes Zusammenspiel aller Kräfte, das schließlich zum Ziel geführt hat. Von den 30 ausgewählten Kirchengemeinden in der Bundesrepublik Deutschland haben nur 12 Gemeinden die 40.000,00 € Grenze erreicht.

8. Internet
Im Internet konnte ich 2008 alle Dachsteinspender, die damit einverstanden waren, mit Foto veröffentlichen. Alle Spendenaktionen konnten so über das Internet einem breiten Publikum nahe gebracht werden. Ich weiß, dass die Internetseite in Brasilien und in Kanada aufmerksam verfolgt wird. Im Internet habe ich auch die Reihe der Biografien fortgesetzt, die ein Mosaik des alten Rathenow darstellen, da mit den Erinnerungen unserer älteren Mitglieder viele alte historische Plätze und Begebenheiten wieder zum Leben erweckt werden und so vor dem Vergessen bewahrt werden. Auch neue Mitglieder konnten wir über das Internet gewinnen.
2008 wurden 17 Mitglieder neu aufgenommen. Das jüngste Mitglied aktuell ist Jürgen Guthan, den ich heute ganz herzlich im Förderkreis begrüße. Ich konnte zwei wissenschaftliche Arbeiten ber den Romanischen Kelch von 1260 und den Meußschen Kelch von 1819 abschließen und ins Internet stellen. Wertvolle historische Innenansichten der Kirche durfte ich aus der Postkartensammlung von Dr. Hans-Hermann Schultze durch das Internet für viele Menschen zugnglich machen. Dadurch war es mir möglich, eine Farbansicht des Chorraumes darzustellen. Vor der Zerstörung im Jahr 1945 waren auch farbige Glasfenster im Chorraum. Es waren in schlichtem rot und blau gehaltene Fensterscheiben.
An weiteren wissenschaftlichen Arbeiten konnten von mir 2008 "Die Geschichte der Orgel" und eine Arbeit über "Die Entstehung der barocken Kanzel" abgeschlossen werden, die aber nicht im Internet veröffentlicht werden sollen.

9. Ausstellungen
2008 hatte wir im Chorraum der Kirche die Ausstellung Kaleidoskop der gebürtigen Rathenowerin Linde Kauert vom 30.03.-31.05.2008 und die Fotoausstellung Reiseperspektiven der in Lochow gebürtigen Künstlerin Wiebke Thomas vom 08.6.-31.08.2008. Zum 1. Advent gab es dann die Krippenausstellung mit ber 50 Krippen aus aller Welt, wo wir das erste Mal auch die Heilige Familie in Lebensgröße vom Rathenower Künstler Hans Zimmermann bewundern konnten.
An Dauerausstellungen waren in der Kirche: Die Geschichte der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, Farben in den Religionen und Jüdisches Leben in Rathenow zu sehen.

10. Dank für die vielen Unterstützer des Förderkreises
Liebe Mitglieder des Förderkreises, an erster Stelle geht natürlich mein Dank an Sie, die Sie die Arbeit des Förderkreises mit ihrem Geld unterstützen. Erst durch Ihre Mitgliedsbeiträge ist es uns möglich gewesen, die Kirche zum Lobe Gottes bis hierher aufzubauen. Aber auch meinen Mitstreitern im Vorstand und Kuratorium möchte ich herzlich danken für eine Vielzahl von Aufgaben, die ehrenamtlich wahrgenommen werden. Der Schatzmeister hat einen Berg voll Urkunden und Spendenbestätigungen ausgestellt. So viel Geld verwalten ist selbstverständlich schön, macht aber auch Arbeit. Christine Ermisch als Schriftfhrerin und sehr sachkundige Mitstreiterin bei vielen Projekten wie auch Axel Teckemeyer und Kerstin Zink-Zimmermann haben viel zum Gelingen des Aufbauwerkens beigetragen. Gisela Rosenberg hat sich jetzt in Beginn des Baugeschehens als erfahrene Begleiterin des Bauvorhabens eingeklinkt und ich freue mich, dass wir ihre Kenntnisse in vielen Baufragen gut nutzen knnen. Auch den Kassenprüfern Luise Freitag und Hans-Georg Naumann möchte ich für ihre Arbeit danken. Vom Kuratorium möchte ich besonders Pfarrer Andreas Buchholz hervorheben, der selbst keine Zeit und Mühe gescheut hat, sich wie Axel und Sabine Teckemeyer vom Turm abzuseilen, was nicht ganz ungefährlich war und die vielen Ausstellungen immer sehr engagiert begleitet und meist auch eröffnet. Trotz einer Fülle von theologischen und gemeindlichen Aufgaben hat der Förderkreis in ihm seit Jahren einen vehementen Vertreter des Wiederaufbaus des Gotteshauses gefunden. Am 09.09.2008 fand die Kuratoriumssitzung des Förderkreises statt, wo der Bürgermeister der Stadt Rathenow, Roland Seeger, die frohe Botschaft verkünden konnte, dass die Landesregierung den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Kirchenschiff und im Chorraum ausnahmsweise als  förderfähig anerkannt hat. Ich freue mich auch, dass wir den Architekten Dr. Krekeler und Professor Müller für die Mitarbeit im Kuratorium gewinnen konnten. Am 20.09.2008 auf der ordentlichen Mitgliederversammlung wurden beide neu ins Kuratorium gewählt. Auf der Mitgliederversammlung am 20.08.2009 verkündete der Vorstand der Volksbank Rathenow e G Bernd Knust, dass die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland 20.000,00 € an den Förderkreis geben wird. Siegfried Mertin Vorstandsvorsitzender der Volksbank Rathenow e G und Mitglied des Kuratoriums des Förderkreises hatte den Anstoß dazu gegeben.
Konflikte bleiben natürlich nicht aus. Wo gearbeitet wird, wo Menschen zusammen an einem Werk tätig sind, kommt es zu Reibereien, Unstimmigkeiten und mancherlei Zerwürfnis, das aber bis jetzt dem Vorangehen des Bauvorhabens nicht geschadet hat.
Viele, viele Menschen in Rathenow und in der Bundesrepublik Deutschland haben bisher den Wiederaufbau mitgetragen. Jeder engagiert sich auf seine Weise und fördert den Wiederaufbau der Kirche zum Lobe Gottes. Hanna Seefeld an der Orgel, die Pastoren mit der Verkündigung von Gottes Wort, die Bauleute mit ihren Bauarbeiten, die Spender mit ihren Spenden, die Menschen, die die Kirchenaufsicht haben, mit Begleitung und Führung der Besucher und so kommt das Werk des Wiederaufbaus Stück für Stück voran.
Frau Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff denkt dabei ganz weit voraus und hat 2008 fünf Orgelpfeifen gestiftet. Die Orgel soll das letzte Bauwerk sein, das in der Kirche errichtet wird, weil die Orgelbauer einen ziemlich sauberen Baugrund vorfinden müssen. Aber es ist richtig, das wir das Auge immer auf das Kommende richten, um dann, wenn es soweit ist, auch dafür gerüstet zu sein.

Wir hoffen nun, dass dieses Jahr mit Gottes Segen die Bauarbeiten zügig durchgeführt werden können und das Dach und die Kreuzgewölbe erneuert werden.

Dr. Heinz-Walter Knackmuß

Grußwort des Bundesminsters des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier
(verlesen von Kerstin Zink-Zimmermann)
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde aus dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow, wie Sie wissen, fühle ich mich Ihrem Anliegen sehr verbunden, ich bin selbst Mitglied des Förderkreises. Gerne wäre ich daher heute zur Mitgliederversammlung persönlich erschienen. Leider binden mich andere Termine. So sende ich Ihnen auf diesem Wege meine besten Wünsche.
Dass der Förderkreis sich bemüht die Sankt Marien-Andreas-Kirche vollständig wieder zu errichten, dass er mit dem Wiederaufbau des Turms schon einen großen Schritt getan hat - auch das ist ein Weg mit den Wunden der Vergangenheit umzugehen. Auch deshalb freue ich mich, wenn die Sankt-Marien-Andreas-Kirche als Wahrzeichen der Stadt Rathenow bald wieder so erscheint, wie die Mitglieder des Förderkreises sich das wünschen.
Als Architektur-Liebhaber werde ich das Projekt auch weiter mit besonderem Interesse verfolgen. Ich freue mich, dass ich im Mai zwei der Steine für die Gewölbe im Mittelschiff signieren durfte und so ein klein wenig teilhaben kann am Wiederaufbau. Für das Einsammeln von Spenden wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg. Ihr Engagement verdient unser aller Respekt!

Alles Gute und die besten Grüße!

Ihr

Frank-Walter Steinmeier

Grußwort der Bundestagsabgeordneten Andrea Voßhoff
(verlesen von Kerstin Zink-Zimmermann)

anlässlich der Mitgliederversammlung des Förderkreises zum
Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. am 20.06.2009

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Liebe Mitglieder des Förderkreises,
bedauerlicherweise kann ich in diesem Jahr nicht an Ihrer Mitgliederversammlung teilnehmen. Gern nehme ich aber die Gelegenheit wahr, Sie auf diesem Wege umso herzlicher zu grüßen. Die grandiosen und kontinuierlichen Erfolge des Vereins, unsere Sankt-Marien-Andreas-Kirche in restaurierter Pracht erstehen zu lassen, sind ja mehr als offenkundig. Sie alle kennen das Lob vieler Rathenowerinnen und Rathenower, die sich an dem Anblick erfreuen, wenn sie vielleicht aus der Ferne wieder nach Hause kommen und den Kirchturm als erstes Wahrzeichen am Horizont erkennen können. Wie immer daher auch in diesem Jahr zunächst meinen allerherzlichsten Dank für das bewundernswerte persönliche Engagement Ihrer Vereinsmitglieder. Manchmal frage ich mich, was diese engagierte Truppe wohl machen wird, wenn die Arbeiten an der Kirche irgendwann mal erledigt sein sollten. Was sind sozusagen Ihre Zukunftspläne für ein nächstes Objekt? Nun Sie werden wahrscheinlich schmunzelnd feststellen, dass die Kirche Sie sicher noch lange Zeit beanspruchen wird. Ich bin mir aber bei Ihrem Tempo nicht sicher, ob das zutrifft. Aber, wie ich den Förderverein kenne, werden ihm die Ideen so schnell nicht ausgehen. Liebe Vereinsmitglieder, Sie alle kennen als Ausdruck des Respektes und der Anerkennung den Satz: Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen. Ich trage keine Hüte und so fällt diese Symbolik faktisch aus. Meinen Dank für Ihre Vereinsarbeit kann ich aber auch in anderer Weise mit ein wenig Substanz füllen

ich kaufe eine Orgelpfeife!!!

Sehen Sie es mir nach, ich weiß, Sie brauchen noch viele Dachsteine, aber mir hat es nun mal die Schuke-Orgel angetan! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine erfolgreiche Mitgliederversammlung, bleiben Sie nicht nur gesund, sondern weiter auf Erfolgskurs.

Ihre

Andrea Vohoff, MdB

Grußwort des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Rathenow, Norbert Heise

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Sehr geehrter Herr Dr. Knackmuß, liebe Mitglieder des Fördervereins, werte Gäste,
ich freue mich sehr, heute in Vertretung des im Urlaub weilenden Bürgermeisters die Grußworte der Stadt Rathenow sprechen zu dürfen. Es ist in der Tat in diesem Jahr eine besondere Mitgliederversammlung, weil heute nicht nur mit Worten über den Stand des Wiederaufbaus unser St.-Marien-Andreas-Kirche informiert wird, sondern jeder auch unmittelbar sehen kann, dass und wie der Bau vorangeht. Der Wiederaufbau der St.-Marien-Andreas-Kirche ist eine Erfolgsgeschichte mit vielen Kapiteln und zahlreichen Mitwirkenden. Ich möchte hier nur exemplarisch einige Ereignisse kurz anreißen, die die Größe dieser Aufbauleistung verdeutlichen. In den Jahren 1999 2002 konnte mit Spenden des Förderkreises und mit Fördermitteln der Turm wieder aufgebaut werden. Dabei war die Montage der Kirchturmspitze mit einem Hubschrauber der Bundeswehr ein bisher noch nie da gewesenes, überregional ausstrahlendes Ereignis. Die ganze Stadt war auf den Beinen und überall verfolgten die Rathenower, sowie viele Gäste die spektakuläre Montageaktion mit großem Interesse. So kreativ und einzigartig die Kirchturmmontage war, so erfinderisch zeigte sich der Förderkreis, wenn es darum ging, Unterstützer zu finden und Spenden einzuwerben. Erinnert sei an die Kupferplattenaktion, mit deren Hilfe der notwendige Bauherrenanteil für den Turm zusammenkam. Aber auch Bausteine und Stifterbriefe an die Spender auszugeben, animierte viele Menschen, den Wiederaufbau der Kirche zu unterstützen. Viele, auch prominente Förderer außerhalb Rathenows, wurden angesprochen und halfen mit Spenden oder wurden Fördervereinsmitglied. So sind Heute praktisch das gesamte Gebiet der Bundesrepublik, aber auch die Niederlande und die Schweiz im Verein vertreten. Neben dem eigentlichen Zweck ist das auch ein Stück Standortmarketing für unsere Stadt, das der couragierte Förderkreis mit seinem umtriebigen und hartnäckigen Vorsitzenden für die Stadt Rathenow leistet. Und vom Marketing versteht man etwas, wie z.B. die Dachsteinaktion mit anschließender medialer Nachbereitung beweist; Getreu dem Grundsatz: Tue Gutes und rede und schreibe davon! Insofern ist es nur recht und billig, wenn auch die Stadt diese Arbeit nach Kräften unterstützt, denn es geht schließlich nicht nur um den Wiederaufbau eines sakralen Bauwerkes, sondern um die Wiederherstellung des Wahrzeichens der Stadt Rathenow, das schon aus weiter Ferne den Besucher grüßt. Einwerben von Fördermitteln hilfreich zu sein. So werden wir uns weiterhin bemühen, mit Rat und Tat bei Antragstellungen, Vertragsverhandlungen und dem Mit einer Unterstützung von 300.000,00 €, anteilig finanziert von Bund, Land und Stadt, wird es möglich sein, die Gesamtbausumme für die Wiederherstellung von Dach und Kreuzgewölbe in Höhe von 820.000,00 Euro zu bewältigen. Dass Sie, sehr geehrter Herr Dr. Knackmuß und der Förderkreis, mit der erwähnten Hartnäckigkeit dieses Ziel erreichen werden, steht für mich außer Frage. Und dies will ich abschließend mit einem Zitat des französischen Schriftstellers Antoine de Saint- Exupery begründen. Dieser sagte: Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen und Arbeiten einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer. Er sagt uns damit, Sehnsucht, Glaube und Zuversicht sind die wichtigsten Motivatoren, das hochgesteckte Ziel, den Wiederaufbau,zu erreichen. Sie, sehr geehrter Herr Dr. Knackmuß und der Förderkreis, haben diese Sehnsucht entfacht. Bleiben Sie Ihr treu und möge es Ihnen weiterhin gelingen, möglichst viele Mitstreiter zu motivieren, den Wiederaufbau der St.-Marien-Andreas-Kirche zu vollenden, zur Ehre Gottes und zur Freude der Rathenower Bürger.

Norbert Heise
Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Rathenow

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