Biografie von Holger Schiebold

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. Januar 2011 08:21


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Holger Schiebold wurde am 21.04.1948 in Schwerin geboren. Sein Vater war Schuhmachermeister und seine Mutter Kaufmännische Angestellte. Er wuchs in Schwerin mit einer drei Jahre jüngeren Schwester auf. Nach der Schule, er absolvierte die 10. Klasse, begann er eine zweieinhalbjährige Lehre als Koch im Schweriner Reichshof, im Weinhaus "Uhle" und in den Wöhlerschen Weinstuben. Nach bestandener Prüfung als Koch musste er 18 Monate zur Nationalen Volksarmee (NVA) und kam nach Berlin-Wilhelmshagen. Nach der Armeezeit besuchte Holger Schiebold drei Jahre lang die Fachschule für Gaststätten- und Hotelwesen in Leipzig und schloss diese Ausbildung als Ökonom des Gaststätten- und Hotelwesens ab. Danach arbeitete er ein Jahr lang als Betriebsteildirektor der Volkseigenen Gaststättenorgansiation (HO) Brandenburg in Rathenow. Von 1973 -1978 war er Fachgebietsleiter Speisenproduktion/Kooperation/ Gemeinschaftsverpflegung in Brandenburg. Von 1987 -31.08.1990 war er Fachdirektor Gaststätten der Handelsorganisation (HO) Rathenow. Seit 01.09.1990 war er als Fachberater bei der Deuteschen Angestellten Krankenkasse (DAK) tätig. Seit 01.05.2008 befindet er sich in der Freizeitphase der Altersteilzeit. Am 21.03.1970 heiratete er Sigrid Berg. Das Ehepaar Schiebold hat zwei Kinder, Sohn Daniel geb. am 08.07.1972 und Tochter Dörte, geb. am 09.08.1976. Holger Schiebold ist seit 1970 Mitglied der CDU. 1990 war er Fraktionsvorsitzender der CDU  des ersten frei gewählten Rathenower Kreistages. 1993 wurde Holger Schiebold zum Fraktionsgeschäftsführer der CDU gewählt. Von 2003 -2008 war er Kreitagsvorsitzender im Kreistag des Havellandkreises in Rathenow. Er ist im Jahr 2000 zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung im Landkreis Havelland gewählt worden und hat den Kneipp-Verein gegründet. Der Kneipp-Verein Rathenow e. V. veranstaltet jährlich in Milow ein Mühlenfest, wo Holger Schiebold als Müller auftritt.IMG_0093

Holger Schiebold
als Müller beim
Mühlenfest am 16.06.2011
in Milow

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Holger Schiebold beim 
Mühlenfest am 18.08.2012
in Milow

Außerdem ist er als Gemeindevertreter in seiner Gemeinde Milower Land engagiert. Seit 29.08.2004 ist er Mitglied des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. und wurde in dessen Kuratorium gewählt. Zu seinem 60.Geburtstag am 21.04.2008 gab er einen Empfang in der Gasstätte "Harlekin" des Kreiskulturzentrums in Rathenow und erbat statt Blumen und Geschenke eine Spende für das marode Dach der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Dabei kamen 2000,00 € zusammen.

Am 29.06.2013 fand das 11. Mühlenfest in Milower Land statt. Holger Schiebold nutzte das Fest auch für die außerordentliche Jahreshauptversammlung des Kneipp-Vereins Rathenow e. V.

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Video

Holger Schiebold
Vorsitzender des Kneipp-Vereins Rathenow e. V. 

Claudia Ziem von der Anker-Apotheke in Milower Land  hielt für die Kneippianer auf dem 11. Mühlenfest und der außerordentlichen Jahreshauptversammlung des Kneipp-Vereins Rathenow e. V.  einen Vortrag über Reisemedizin.

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Claudia Ziem von der Anker-Apotheke in Milower Land
hielt einen Vortrag über Reisemedizin

 


© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß (01.07.2013)

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Biografien

Biografie von Ruth Pallasch

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. Januar 2011 08:20


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Ruth Pallasch, geborene Börger, wurde am 29.0.1918 in Tabern, Kreis Mohrungen (Ostpreußen) geboren. Der Vater war Landwirt und bewirtschafte mit der Familie eine Fläche von 75 Hektar. Ruth besuchte die Dorfschule und half danach der Mutter in der Landwirtschaft. Es wurden 24 Milchkühe und fünf Pferde gehalten sowie Roggen, Weizen, Gerste, Rüben und Kartoffeln angebaut und geerntet. Sie war die älteste Tochter und wurde in allen Pflichten einer Bäuerin  unterwiesen. Mit ihren jüngeren Schwestern und den drei Brüdern versuchte die Familie mit Hilfe von drei Arbeitern und zwei Arbeiterinnen den Hof zu führen. Jede Woche musste sie 8-10 Brote backen, die genau eine Woche reichten. Ihr späterer Mann, Wilhelm Pallasch, lernte sie in Preußisch Mark kennen. Dort traf man sich zum Kaffee oder Tanz auf einer alten Burgruine. Am 06.10.1942 heiratete sie Wilhelm Pallasch. Ihr einziger Sohn, Wilfried wurde unter schwierigsten  Umständen am 24.05.1945 in Tabern schon auf der Flucht geboren. Die Flucht endete in Rathenow, wo die Familie wieder zusammentraf. Rathenow war nun der Mittelpunkt der Familie. Am 05.04.1951 wurde die Tochter Martina geboren. Ruth Pallasch blieb aber ihrer alten Heimat immer gedanklich verbunden und den ostpreußischen Dialekt legte sie bis zu ihrem Lebensende nicht ab. Sie war in der Stadt schon ein Original, denn die Mundart war selten geworden. Ruth Pallasch arbeitete bis zur Erkrankung ihres Mannes als Köchin im Evangelischen Kindergarten der Gemeinde in Rathenow. In ihrem ostpreußischen Dialekt erzählte sie immer wieder: “ Nach meiner Kartoffelsuppe ham´se sich alle fünf Finger jeleckt – da war gute Butter dran”.  Sie trat am 04.01.2002 dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. bei, weil sie die Kirchen nicht als Kriegsruine belassen wollte, sondern sie so aufbauen wollte, wie sie vor ihrer Zerstörung einmal war. Den Wiederaufbau des Gotteshauses verfolgte sie mit reger Anteilnahme. Zu ihrem 90. Geburtstag feiert sie im Lutherhaus ein Fest mit ihren Freunden und Verwandten. Ihre Tochter Martina sang zu ihrem Geburtstag und machte der Mutter damit ein große Freude. Sie spendete  anlässlich ihres Geburtstags den Dachstein Nr. 1980 zum Wiederaufbau der Kirche.

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Am  31.02.2010 nahm sie Gott in seine ewige Herrlichkeit auf. Sie wurde auf dem Weinbergfriedhof in Rathenow zur ewigen Ruhe gebettet.

 

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Ruth Pallasch sprach bis zu ihrem Tode ihren heimatlichen ostpreußischen Dialekt. Leider gibt es kaum noch Menschen die diese schöne Sprache sprechen, aber Ulrich Wilzer aus Stendal ist einer der Wenigen, die das noch können und deshalb soll er uns etwas aus seiner ostpreußischen Heimat erzählen.



1. Der  Kirchgang
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2. Das achte Kind
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3. Sonntagmorgen
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4. Das Flohchen
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5. Der Samajonkageist
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6. Vom Kinderkriegen
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7. De Brill
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8. Pillkallen
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9. Markt in Wehlau
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10. Vor Gericht
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11. Der Patscheimer
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12. Der Fahrradtour
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13. So schnell schießen die Preußen nicht
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14. Ein klarer Fall
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Biografien

Biografie von Ronald Seeger

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. Januar 2011 08:14


 

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Der Bürgermeister der Kreisstadt des Havellandes, Rathenow, Ronald Seeger, wurde  am 23.12.1956 in Göttlin geboren. Nach der Schule erlernte er den Beruf eines Baufacharbeiters und qualifizierte sich zum Meister. Seit 1980 ist er Mitglied der Christlich Demokratischen Union (CDU). Nach 1990 nahm er an einer Fortbildung zum Erwerb der Befähigung für den höheren Verwaltungsdienst teil. Seit 1990 bekleidete er das Amt des Ersten Beigeordneten und stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Rathenow. 2002 wurde er zum Bürgermeister der Stadt Rathenow gewählt.  Ronald Seeger engagiert sich auf Orts,- Kreis- und Landesebene der CDU und ist seit 1999 Vorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Am 01.03.1997 trat er in den Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. ein. Er gehört der evangelischen Kirchengemeinde in Rathenow an und ist Mitglied des Kuratoriums des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V.


   Video Ronald Seeger

   14.01.2016

© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß

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Biografien

Biografie von Dr. Heinz-Walter Knackmuß

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. Januar 2011 08:10

 

English Francais
Heinz-Walter Franz Knackmuß wurde am 05.11.1944 in Semlin geboren. Am 01.04.1945 wurde er in der evangelischen Kirche zu Semlin von Pfarrer Detert getauft. Er besuchte vier Jahre lang die einklassige Dorfschule in Semlin und wurde dann in Rathenow an verschiedenen Schulen bis zum Abitur geführt. Nach dem Abitur, das er mit Auszeichnung ablegte, arbeitete er ein Jahr als Praktikant im damaligen Bezirkskrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie in Brandenburg-Görden. Von 1964 -1970 studierte er Humanmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité). Danach absolvierte er in den Vereinigten Gesundheitseinrichtungen des Kreises Rathenow die Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin und promovierte zum Dr. med.. Nach der Facharztprüfung war er von 1975-1990 als Kreishygienearzt und von 1990-2006 als Amtsarzt in Rathenow tätig. 1990 gründete Dr. Knackmuß den Verband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes des Landes Brandenburg e.V. und führte diesen Landesverband bis zum 26.01.2001. Gleichzeitig wurde er 1990 zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesverbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes gewählt. Diese Funktion hatte er bis zum 08.05.1995 inne. Am 16.11.2007 wurde er zum Ehrenmitglied des Verbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes der Länder Brandenburg und Berlin e.V. ernannt.


Gesundheisminister Baaske beim Gespräch mit dem Vorstand
des Verbandes der Ärzte des ÖGD
am 03.09.2003 in Potsdam



Gesundheitsminister Alwin Ziel
im Gespräch mit dem Vorstand
des Verbandes der Ärzte des ÖGD
in Brandenburg 2002 in Potsdam


Am 15. September 1996 gründete er mit seiner Frau Helga Knackmuß, geborene Protz, den Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Anderas-Kirche in Rathenow e.V. Helga Knackmuß starb noch im gleichen Jahr an den Folgen eines unheilbaren Krebsleidens. Seit 2003 ist er mit Viola Knackmuß, geborene Kempf, verheiratet. Viele Tausend Menschen wurden von ihm schon durch die Sankt-Marien-Andreas-Kirche geführt. In den ersten Jahren der Gründung des Förderkreises hielt er die Kirche mit der Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow, Erika Guthjahr, gemeinsam an den Wochenenden geöffnet, auch im Winter. Sein spärliches Haupthaar zwingt ihn dazu im Winter eine Kopfbedeckung zu tragen, um sich vor Erkältungen zu schützen. Es gibt  keine biblische Begründung für das Tragen einer Kopfbedeckung in Gotteshäusern. Bei den Juden ist es üblich eine Kippa zu tragen. Der Ursprung der Kippa liegt in der alten jüdischen Überzeugung, den Namen Gottes dürfe man nicht mit unbedecktem Haupt aussprechen. Es handelt sich um eine Zeichen der Ehrfurcht des Menschen vor Gott. In der evangelischen Kirche nehmen die Männer in der Regel die Kopfbedeckung ab. Eine biblische Begründung gibt es dafür ebenso nicht.
Sein Lebensmotto lautet: Soli deo gloria (Allein Gott sei Ehr´). Am 28.10.2009 verlieh ihm der Stellvertretende Vorsitzende des  Rotary Clubs Havelland, Hermann Fischer, den Kurfürstenpreis, dotiert mit 500,00 €, den er sofort an den Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche weiterleitete. Am 05.11.2009 erhielt er zu seinem 65. Geburtstag vom Kabinett-Activitybeauftragten, des Lions Clubs International, Distrikt 111 - Westfalen-Ruhr, Wolfgang Schröder, die höchste Auszeichnung für Nichtmitglieder des Clubs, die Medal of Merit. Beide Auszeichnungen wurden ihm für sein Engagement für den Wiederaufbau der Kirche verliehen. Am 20.10.2010erhielt er den

Bürgerpreis der Stadt Rathenow 2010

von der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Diana Golze und dem Bürgermeister Ronald Seeger verliehen. Der Bürgerpreis wurde das erste Mal vergeben und  war mit  1000,00 € verbunden, die der Preisträger sofort für den Wiederaufbau des Wahrzeichens der Stadt Rathenow, die Sankt-Marien-Andreas-Kirche, stiftete.

Am 21.10.2012 traf er am Rande eines Konzertes in Rathenow mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Manfred Stolpe zusammen.

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Dr.  Heinz-Walter Knackmuß und Dr. Manfred Stolpe am 21.10.2012

Dr. Heinz-Walter Knackmuß ist auch gern gesehen als Berater andere Vereine in Havelland, die sich mit Instandhaltungen von Kirchen befassen. Er ist  ordentliches Mitglied des Fördervereins Dorfkirche Ferchesar und des Fördervereins zur Erhaltung der Dorfkirche Landin e. V. Er war viele Jahre Vorsitzender des Gemeindekirchenrates der Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde in Rathenow und ist noch immer gewähltes Mitglied im Gemeindekirchenrat (Presbyterium). Ansonsten ist er bemüht recht viele Menschen für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow zu interessieren. Bis 2016 ist die Mitgliederzahl  im Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche  auf 250 Menschen gestiegen, obwohl Jahr für Jahr viele hochbetagte Mitglieder starben. Es ist wohl nicht allein dem Engagement vom Vorsitzenden geschuldet, sondern vor allem Gottes Segen.

70. Geburtstag

Am 05.11.2014 feierte Dr. Heinz-Walter Knackmuß seinen 70. Geburtstag.

Danke

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Geburtstagstorte
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Am 05.11.2014 feierte ich in Rathenow meinen 70. Geburtstag. Seit 1996 stehe ich dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. vor, den ich selbst gegründet habe. Seither ist das Gotteshaus, das gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt Rathenow darstellt, stark in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt und eine touristischer Magnet für viele Besucher der Stadt geworden. Der Wiederaufbau ist noch nicht vollendet, denn es fehlen noch die Kreuzgewölbe im Chorraum, die Emporen, die Barocke Kanzel mit den 12 Aposteln und eine neue Orgel. Es braucht noch ca. vier Millionen Euro, um die Kirche zum Lobe Gottes wieder völlig aufzubauen. So war es für mich selbstverständlich, dass ich meine Gratulanten statt der üblichen Blumen und Geschenke um eine Spende für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zu meinem runden Geburtstag bat. Dabei kamen bisher 3385,00 € zusammen. Allen großen und kleinen Spendern sei herzlich gedankt. Auch alle, die mir geschrieben oder mich mit kleinen Aufmerksamkeiten beschenkt haben, sei gedankt, ebenso den vielen Anrufern, die mir gratuliert haben. Ich möchte mich aber besonders für die lieben Worte meiner Frau und die Gedichte und Sketche bei der Geburtstagsfeier bedanken.

Pfarrer Andreas Buchholz hat eine Andacht gehalten, die mich sehr berührt hat.

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Eingangslied

Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte,
bis hierher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte,
bis hierher hat er mich geleit´ bis hierher hat mich erfreut,
bis hierher mir geholfen.

Hab Lob und Ehr, hab Preis und Dank für die bisher´ge Treue,
die du, o Gott, mit lebenslang bewiesen täglich neue.
In mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir getan,
bis hierher mir geholfen.

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Magdalena Buchholz hat, begleitet von Thomas Kübler, mit ihrem Gesang die Andacht in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zu einem Kunstgenuss werden lassen.

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Video

Am meisten danke ich Gott, dass ich in das neue Jahrzehnt gehen durfte und meiner Frau Viola für all ihr Mühen und Sorgen im Vorfeld des Geburtstags.

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Es war ein schöner Tag für mich voll Glück und Harmonie. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben. Inge und Wolfgang Schröder aus Wetter konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Feier teilnehmen, haben aber 1000,00 € gespendet und ein kostbares Bild von Werner Stumpp geschenkt (Versicherungswert: 2500,00 €). Vielen vielen Dank an alle Gratulanten und Gäste. Ich bin tief gerührt von so viel Ehrung zu meinem Geburtstag.

 

IMG_0001Viola Knackmuß am 05.11.2014

Mein lieber Heinz-Walter, Du hast nun ein Alter.
was biblisch man nennt.
das mancher hier kennt.
Wir sind nun verheiratet das 11. Jahr
Für mich ist es noch wunderbar.
Das Leben ist bunt. So bunt wie die Welt
und meistens geht es überall nur um  das Geld.
Du hast so viele Gaben erhalten von Gott.
Kannst singen und dichten und schreiben sofort.
Das Internet füllst Du mit  Kirchenlatein,
als hätt es schon immer so müssen sein.
Du liebst die Familie so tief wie das Meer,
Deine belle-mère profitiert davon sehr.(belle-mère =Schwiegermutter)
Das Wahrzeichen der Stadt ist Dein Arbeitsfeld
da scheust nicht Mühe, noch Kraft noch Geld.
Zum Lobe Gottes soll sie wieder ersteh´n
und das finden die meisten Menschen auch schön.
Wir haben schon weite Reisen gemacht
nach Kapstadt, New York zu sehen die Pracht
der Welt, wie sie Gott geschaffen
und haben auch schon in Hamar geschlafen.(Stadt in Norwegen, Wohnsitz der Bischöfin Köhn)
Zum Ende der Reisen wird festgestellt.
Am Schönsten ist zu Hause die Welt.
Dein Wahlspruch lautet: Soli deo gloria
Und das nun schon fast 70 Jahr.
Mein allerbester lieber Mann
ich tue alles, was ich kann,
um Dein fröhliches  Herz zu erhalten
und kommen im Gesicht auch immer mehr Falten.
Ich liebe Dich so, wie Du bist,
und bin glücklich, wenn Du nichts vermisst.
Du bist rührig und fleißig, geduldig dazu,
nur selten kommst Du richtig zur Ruh´.
Du lernst viele Sprachen, um gut zu versteh´n,
die Menschen, die mit uns gemeinsam geh´n.
Zuerst war´s Französisch, jetzt ist  Nederlands dran
damit man richtig Kreus-chewelf sagen kann.
Ich wünsche Dir heute auf all Deinen Wegen
Gesundheit, Glück und Gottes Segen
ein fröhliches Herz und wenn´s Gott gefällt,
dass er Dich noch lange am Leben erhält.
Ich erhebe das Glas und proste Dir zu
Mein lieber Heinz-Walter, mein Glück bist Du.

 

Die Familie hat in dem Haus in der Röntgenstr. 13, in 14712 Rathenow, Tel:03385-5200224 eine kleine Ferienwohnung mit 5 Betten in zwei Zweibettzimmern und einem Einbettzimmer eingerichtet. www.knackmussarchiv.de

Rundgang-1 Video

Rundgang-2 Video 

Seminartreffen zur BUGA  2015 in Rathenow

Am Fest Mariä Himmelfahrt (15.08.2015) hatten sich die ehemaligen Medizinstudenten des Seminars 9 (1970) der Humboldt-Universität in Berlin zu einem Treffen in Rathenow eingefunden und es war ein strahlender herrlicher Sommertag als die Gruppe mit dem Motorschiff „Sonnenschein“ einmal um den Stadtkern schipperte. So viel alte Ärzte hatte Rathenow lange nicht in seinen Mauern versammelt. Manche waren fast unverändert in die 70iger gekommen. Es wurde viel erzählt von alten Zeiten und vom Orgelspiel und Klavierunterricht und natürlich von den Enkelkindern und den Eltern. Nach der Fahrt auf dem Schiff ging es zum Sky-Liner und alle schauten erst einmal über das Gelände der Bundesgartenschau.
Dann gingen wir über die Havel in den Optikpark, wo eine dicke Wolkenwand aufzog. Nur ein Teil der Gruppe schaffte es noch über die Weinbergbrücke zum Eingang des Weinbergs. Dann überfiel uns eine Unwetter mit Regen und Sturm, sodass alle geschwind einen notdürftigen Schutz aufsuchten. Die meisten wurden nass bis auf die Haut. So viel Unwetter wie in diesem Sommer habe ich in Rathenow noch nie erlebt. Nach dem sintflutartigen Regen und den Sturmböen gab es für die meisten nur den Heimweg. Das Seminartreffen hatte ein schreckliches Ende genommen. Walter Kuhn hat sich bei Kik neue Sachen gekauft und kam mit seiner Frau Charlotte noch in die Röntgenstr. 13 zum Kaffee und Martin Conradi haben wir mit dem Auto in die Röntgenstraße 13 mitgenommen, wo er nach Dusche und teilweise trockenen Sachen mit uns den Kaffee nahm. Den Bismarckturm haben wir durch das Unwetter nicht erreichen können.

                                                              Video

© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß
Adresse:
Dr. Heinz-Walter Knackmuß        
Röntgenstraße 13
14712 Rathenow
Tel:03385-5200224
Mobil-Tel:0163-3925819
E-Mail:knackmuss@online.de




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Biografien

Biografie von Luise Freitag

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. Januar 2011 07:55


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Luise Hanna Leni Freitag, geborene Rowe, wurde am 19. September 1934 in Rathenow geboren. Ihre Mutter Else Rowe, geborene Ebel, stammte aus einer kinderreichen Familie  in Semlin und verstarb hochbetagt 2004. Ihr Vater, Carl-Franz Rowe, war selbstständiger Kaufmann  mit einer Lederwarenfirma und verstarb 1944. Luise Freitag besuchte von 1941- 1951 die Schule in Rathenow und begann ab 1951 eine Ausbildung beim Amtsgericht Rathenow.
Am 31.08.1955 heirate sie in Rathenow Karl Anton  Theodor Freitag in Rathenow. die Kirchliche Trauung fand am 10.09.1955 in der Marienkapelle der St.-Maria-Stella-Matutina-Kirche in Schwerin (Spreewald) statt. 1968 besuchte sie eine Fachschule in Weimar und erhielt den Abschluss als Staatlicher Notar. Von 1969 - 1990 war sie als Notarin beim Staatlichen Notariat Rathenow tätig. Von 1990 - 1995 war sie Rechtspflegerin beim Amtsgericht Rathenow. Mit ihrem Ehemann Karl Freitag (29.10.1928 – 04.03.2013) und den  zwei Töchter Margret Elsa Gertrud, geb. 19.02.1957, und Sabine Christine, geb. 22.09.1964, und den drei Enkelkinder (Markus, Anja und Svenja) und zwei Urenkel (Sarah und Niklas) hat Luise Freitag eine erfüllte Zeit aus Gottes Händen dankbar angenommen. Am 15.09.1996 trat sie dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. bei und gehört damit zu den Gründungsmitgliedern. Sie war seit der Gründung des Förderkreises  dessen Kassenprüferin bis sie 2012 das Amt in jüngere Hände legte. 2007 wurde sie in der Gemeindekirchenrat gewählt, dem sie bis 2013 angehörte. Sie ist im Mütterkreis der Kirchengemeinde Rathenow engagiert.

Am 19.09.2013 verlebte Luise Freitag ihren Geburtstag bei Gé und Bert de Poel in Leek in den Niederlanden. Die Familie de Poel bereitete ihr einen wunderschönen unvergesslichen Tag. Der Bruder von Uke Osinga, Oane Osinga, ist Organist an der Weißen Kirche in Dronrijp und brachte ihr zu ihrem Geburtstag ein exklusives Ständchen auf der Orgel.

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Oane Osinga erklärt den Gästen aus Rathenow am 19.09.2013 die Funktion der alten Orgel der Weißen Kirche in Dronrijp und spielt mit verschiedenen Orgelpfeifen ein paar Stücke an, wobei seine Schwester Uke ihm etwas assistiert.

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Biografien

Biografie von Dr. Hans-Jürgen Lemle

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. Januar 2011 07:40


 

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Dr. Hans-Jürgen Lemle wurde am 18.10.1958 in Zwickau geboren. Sein Vater, Jacob Lemle, war Schlosser und seine Mutter, Erika Lemle, geborene Dörrer, war Verkäuferin. Er wuchs mit seinen jüngeren Schwester Sylvia und Catrin in Bautzen auf. In Bautzen wurde er 1966 in die Pestalozzi-Grundschule eingeschult und besuchte die 1-8. Klasse dort. Die 9.-12. Klasse absolvierte er an der Erweiterten Oberschule "Friedrich Schiller" in Bautzen, wo er 1978 sein Abitur ablegte. Seinen Wehrdienst leistete er von 1979 -1981 bei der Nationalen Volksarmee (NVA) in Stahnsdorf bei Berlin ableisten und studierte danach von 1981 - 1985 an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam das Fach Polytechnik und schloss das Studium als Diplom-Lehrer ab. Am 07.05.1982 heiratete Dr. Hans-Jürgen Lemle Frau Luise Böttcher, Diplom Ingenieur für Technologie des Nachrichtenwesens. Am 30.11.1981 war ihr gemeinsamer Sohn Jens und am 07.01.1984 der zweite Sohn Nico geboren worden. Von 1985 -1988 bekam Dr. Hans-Jürgen Lemle ein Forschungsstudium an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam und promovierte 1988 zum Dr. rer.nat. über das Thema „Untersuchung zum Einfluss der Luftfeuchte auf die elektrische Leitfähigkeit polykristalliner Eisenoxidschichten auf Polymersubstraten“. Nach der Promotion wurde Dr. Hans-Jürgen Lemle als Assistent an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam übernommen und arbeitete dort bis 1991. Von 1991 -1993 war er Direktor für Management und Training bei der Oecon-GmbH, die sich auf Aus- und Fortbildungen spezialisiert hatte. Bis zum Dezember 1993 war er freiberuflich als IT- Berater für den Innenminister des Landes Brandenburg tätig. Im Dezember 1993 wurde er Amtsleiter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Stadt Rathenow.  Von 1995 - 1996 absolvierte Dr. Hans-Jürgen Lemle die Fortbildung für die Laufbahn des höheren Dienstes an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung des Landes Brandenburg. Seit 2000 hatte er zusätzlich die Aufgabe des Hauptamtsleiters in Rathenow zu übernehmen. Neben diesem Ämtern übernahm er ab 2004 auch noch zusätzlich die Funktion des Geschäftsführers der Landesgartenschau GmbH Rathenow 2006. Die Landesgartenschau war ein großer Erfolg für Rathenow und stellt neben der Verteidigung seiner Doktorarbeit einen Höhepunkt seiner beruflichen Tätigkeit dar. Nach der Landesgartenschau in Rathenow im Jahre 2006 wurde das Gelände als Optikpark weiter genutzt und ist noch attraktiver geworden. Seit 01.01.2007 ist Dr. Hans-Jürgen Lemle Erster Beigeordneter, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Rathenow und Geschäftsführer des Optikparks in Rathenow. 2007 feierte er mit seiner Frau Luise Silberhochzeit.

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Wenig Zeit bleibt für die Hobbys wie die Ägyptologie und das Briefmarkensammeln. Am 24.06.2008 trat Dr. Hans-Jürgen Lemle dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche bei.  Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist das Wahrzeichen der Stadt Rathenow und für ihn von großer Symbolik für die Stadt und die Menschen in Rathenow. Sie steht  nach seiner Auffassung auch dafür, dass man durch gemeinsames Engagement viel erreichen kann. Mit seiner Ehefrau Luise zusammen spendete er 2008 die Dachsteine Nr.1008 -1017 (100,00 €) und 2009 die Bausteine Nr. 65 und 66 (200,00 €).

Die Vorbereitung der Landesgartenschau in Rathenow 2006 und ihre Durchführung brachte eine Reihe von politischen Kontakten und interessante Begegnungen für Dr. Hans-Jürgen Lemle, die ihm unvergesslich geblieben sind und die auch für seine weitere Tätigkeit als Erster Beigeordneter der Stadt Rathenow nützlich waren. Ein paar Begegnungen sollen hier dargestellt werden.

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Dr. Hans-Jürgen Lemle
mit den drei Bibern,
den Maskottchen der Landesgartenschau 2006
in Rathenow

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Dr. Hans-Jürgen Lemle
führt den Bundespräsidenten Horst Köhler
durch die Landesgartenschau 2006
in Rathenow

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von links: Bundestagsabgeordnete Andreas Voßhoff (CDU), Dr. Hans-Jürgen Lemle,
Bundesminister Horst Seehofer (CDU) und Landtagsabgeordneter Dieter Dombrowski (CDU)

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Dr. Hans-Jürgen Lemle (links) mit dem
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wolfgang Tiefensee (SPD)
bei einer Floßfahrt zur Landesgartenschau in Rathenow 2006

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Dr.Hans-Jürgen Lemle (rechts) mit dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg a.D.
Dr. Manfred Stolpe (SPD) Mitte und Martin Gorholt (SPD)

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Dr. Hans-Jürgen Lemle empfängt den Ministerräsidenten des Landes Brandenburg
Matthias Platzeck (rechts) zur Landesgartenschau in Rathenow 2006

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Dr. Hans-Jürgen Lemle führt Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Hartmut Rubach (SPD)
durch die Landesgartenschau in Rathenow 2006

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Dr. Hans-Jürgen Lemle auf einer
Bühne der Landesgartenschau  in Rathenow 2006

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Biografien

Biografie von Heinz Stilcke

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. Januar 2011 07:20


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Heinz, Wilhelm, Otto Stilcke wurde am 11.03.1925 im Krankenhaus in Rathenow geboren. Aufgewachsen ist er in der Steinstraße 29 (schräg gegenüber der Altstädtischen Apotheke). Sein Vater Erich Stilcke war Schlossermeister in Rathenow und seine Mutter Luise, Adelheid Stilcke, geborene Laabs, stammte von einem Bauernhof in Pommern. Heinz Stilcke wurde in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow von Superintendent Georg Heimerdinger getauft und konfirmiert. Die 1-4. Klasse besuchte in der Bausschule in der Baustrasse. Neben der Schule hatte er Klavierunterricht bei Fräulein Margarethe Duchrow, der Schwester des Reißverschlussfabrikanten Hermann Duchrow. Die Mittelschule (5.-10.Klasse) absolvierte er in der Jahnschule.
1941 begann er eine Lehre als Kunst- und Bauschlosser im väterlichen Betrieb. Während der Lehre besuchte er im Winterhalbjahr die Meisterschule der Reichshauptstadt Berlin für das Kunsthandwerk.  Das war die schönste Zeit seines Lebens, denn er wohnte bei einem Onkel in Berlin-Köpenick und später in Berlin-Spandau. Jede Woche einmal ging er ins Theater und sah solche Berühmtheiten wie Heinz Rühmann, Johannes Heesters, Fritz Kampas, Wilhelm Bendow, Gustav Fröhlich und Werner Fink. Gustav Fröhlich wohnte auf einer Insel in der Havel, wo auch Goebbels wohnte. Da viele Veranstaltungen von den Nazis verboten wurden, sagte Werner Fink, der bekannte Kabarettist, einmal auf der Bühne: "Gestern hatten wir zu, weil wir zu offen waren. Wenn wir heute wieder zu offen sind, haben wir morgen wieder zu." Er hörte auch von einer Geschichte über Gustav Fröhlichs Frau, die ein Techtelmechtel mit Goebbels hatte, worauf  Fröhlich Goebbels eine Ohrfeige gegeben haben soll. Er sagte daraufhin in einer Vorstellung: " Ich möchte auch mal "Fröhlich" sein."
Diese schöne Lehrzeit wurde 1943 jäh durch die Einberufung zum Arbeitsdienst unterbrochen. Heinz Stilcke durfte 1943 nur kurz noch einmal nach Haus, um die Gesellenprüfung abzulegen. Ansonsten musste er, weil er mit 16 Jahren schon einen Führerschein besaß, nach Danzig-Oliva zur Grundausbildung und danach ging es nach Pernau in Estland, wo er ein 3/4 Jahr bleiben musste. Den SS-Werbeaktionen entging er glücklicherweise, weil er zufällig da immer nicht anwesend war. Im Herbst 1943 kam er zu den Eisenbahnpionieren nach Fürstenwalde, wo er bis Mai 1944 blieb. Nach dieser Zeit kam er mit den Eisenbahnpionieren nach Russland und wurde erst im Herbst 1944 für drei Monate an die Unteroffiziersschule in Arys-Süd in Ostpreußen abgestellt. Am 22.02.1945 wurde er durch einen Granatsplitter an der linken Hand verwundet. Mit dieser Verletzung kam er über das Frische Haff nach Pillau und wurde von dort mit dem Schiff nach Danzig gebracht. Von Danzig ging es mit einem Lazarettzug, immer die Frontlinie im Nacken, nach Langensalza in Thüringen, wo eine konservative Behandlung der Wunde erfolgte. Von Langensalza wurde er verlegt nach Rathenow und war im Lazarett in der Schleusenschule. Er sollte dann erneut nach Perleberg in den Krieg ziehen, kam aber wegen Überfüllung des Transportzuges nicht mit und fand in Templin wieder Kontakt zu seiner alten Eisenbahnpioniereinheit, mit der er nach Gadebusch fuhr, wo er in englische Kriegsgefangenschaft geriet. Er floh über die Elbe nach Nahrstedt bei Stendal und nochmals bei Arneburg über die Elbe und wollte nach Rathenow, als er in russische Gefangenschaft geriet und nach Kleinbuckow gebracht wurde. Hier wurde er mit einem wohlmeinenden Dolmetscher verhört, der statt des Geburtsjahrs 1925  1929 übersetzte. Durch diesen Glücksfall gingen die russischen Offiziere davon aus, dass er gar nicht Soldat gewesen war und entließen ihn wegen seiner Jugend nach Haus. Am 17.05.1945 kam er zeitgleich mit seinen Eltern, die nach Rehberg geflohen waren, in Rathenow an. Das Wohnhaus in der Steinstraße war zerstört, nur das Hinterhaus, Wasserpforte 3, war teilweise noch bewohnbar. Die Schlosserei und die Wohnung in der Steinstrasse 29 wurden wieder hergerichtet. Dokumente und Sachen waren vor dem Einfall der Russen in eine Grube verbracht worden, die mit einer Betonplatte verschlossen war. Ein paar Monate nach der Rückkehr wurde die Betonplatte wieder geöffnet. Alle Sachen waren vermodert, nur die Dokumente, in Ölpapier eingewickelt, hatte die Zeit überdauert und konnten zum 200jährigen Geschäftsjubiläum in der Chronik verwendet werden.
Heinz Stilcke bereitete sich nun bei dem Diplom-Ingenieur Heinz Gramm auf die Meisterprüfung vor und bestand am 10.05.1951 in Potsdam die Meisterprüfung als Kunst- und Bauschlosser. Sein Meisterstück war ein Teewagen, der heute noch in der Familie benutzt wird.

clip_image0014Meisterstück von Heinz Stilcke
ein Teewagen

1954 übernahm er den väterlichen Betrieb die "Schlosserei und Waagenbau - Heinz Stilcke" zunächst in der Steinstr. 29 und später in der Otto-Nuschke-Str. 36  (heute Mittelstr. 36) in Rathenow. Während seiner Meisterzeit hat er ein Dutzend (12) Lehrlinge ausgebildet. Er musste oft über Land fahren und die großen landwirtschaftlichen Waagen eichen. Er war von 1960-1990 Vorsitzender der Einkaufs- und Liefergenossenschaft des metallverarbeitenden Handwerks in Rathenow. Von 1968 - 1990 war er im Vorstand der Handwerkskammer in Rathenow. Von 1956 -1972 war er Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses. 1992 übernahm sein Sohn den Betrieb, in dem er aber noch bis zu seinem 80. Lebensjahr mitarbeitete. Er hatte immer Freude an seinem schönen Beruf und hat sich bis ins hohe Alter den Sinn für alles Schöne bewahrt.

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Ein selbst angefertigter dreiarmiger Leuchter


1993, mit der Übernahme des Betriebes durch den Sohn, Frank Stilcke, nannte sich der Betrieb  in "Stilcke Metallbau"  um. 1994 wurde im Gewerbegebiet in Rathenow, Grünauer Fenn 33, ein Neubau errichtet.
Am 19.07.1952 heiratete Heinz Stilcke Gisela, Martha Christensen in der Lutherkirche.Ihr Trauspruch lautete:
" So ihr mich achtet, dass ich gläubig bin, so kommt in mein Haus und bleibt allda." (Apostelgeschichte 16,15)
Sein Frau hatte Anwaltsgehilfin gelernt und arbeitete später in der Forstwirtschaft. Am 11.04.1955 wurde dem Ehepaar Stilcke der Sohn Frank, Arthur, Erich und am 08.07.1964 die Tochter Katrin geschenkt. Der Sohn Frank Stilcke ist Schlossermeister und Diplom-Ingenieur. Er hat in Roßwein (Sachsen) Fügetechnik studiert. Die Tochter Katrin arbeitet als Wirtschaftskauffrau in Bartschendorf. Heinz Stilcke hat fünf Enkel und vier Urenkel.  Er spielt noch gern Klavier. Ein alter Schulfreund kommt aus Berlin mit einem Cello angereist und sie musizieren gemeinsam. Heinz Stilcke war früher in der Schützengilde und ist ein leidenschaftlicher Fußballfan. Die Sudoko-Rätsel löst er mit Vorliebe. Seine Kriegserlebnisse hat er in einem knapp 60 Seiten starken Büchlein festgehalten. Auch hat er eine kleine Chronik seiner Familie und besonders des ererbten väterlichen Betriebes angelegt. Am 16.06.1997 trat er dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. bei, um am Aufbauwerk der Kirche seiner Geburtsstadt mitzuhelfen. Zum zehnjährigen Betriebsjubiläum  nach dem Umzug  zum Grünauer Fenn   spendete die Firma Stilcke im Jahre 2004     1.617,00 € an den Förderkreis.

von links: Heinz Stilcke, Gisela Stilcke,
Frank Stilcke und Ehefrau Gerlinde Stilcke
übergeben den Scheck
an den Förderkreis

Am 11.01.2009 rief ihn Gott im Alter von 83 Jahren zu sich.

Dr. Heinz-Walter Knackmuß

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Biografien

Biografie von Hartmut Wengler

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. Januar 2011 07:12


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Hartmut, Ernst Wengler wurde am 11.12.1938 in Beuthen (Oberschlesien) geboren. Sein Vater, Ernst Wengler, war Diakon und später Pfarrer. Seine Ausbildung zum Diakon erhielt der Vater am Evangelischen Johannesstift in Berlin-Spandau von seinem Schwiegervater, der dort als Lehrer für die Diakonausbildung arbeitete. Die Mutter, Else Wengler, geborene Heinke, war Organistin und Hausfrau. Hartmut Wengler wuchs in Beuthen mit seiner am 20.01.1935 geborenen Schwester Christel auf. 1944 wurde er für ein viertel Jahr in Beuthen eingeschult.

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Dann mußte die Familie am 20.01.1945 zu den Großeltern fliehen. Durch glückliche Umstände gelang es dem Vater, seine Familie nach Berlin zu den Großeltern zu bringen. Danach meldete er  sich wieder bei der Wehrmacht und geriet in amerkanische Gefangenschaft. Dort leitete er Feldgottesdienste mit Pfarrer Druschke aus Lüsse bei Belzig und erfuhr, dass er nach Beuthen nicht mehr zurück konnte. Durch Pfarrer Druschke hörte er, dass in Schwanebeck bei Belzig eine Pfarrstelle zu besetzten sei. Dadurch kam der Vater  1946 nach der Entlassung aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft als Pfarrer nach Schwanebeck. Hartmut Wengler besuchte die ersten vier Klassen in der Dorfschule in Schwanebeck. Die 5. - 8. Klasse der Grundschule absolvierte er im Nachbarort Fredersdorf. Nach der Schule bekam er ein Jahr lang keine Lehrstelle und half nur gelegentlich bei den Bauern aus. Von 1953 -1956 absolvierte er eine Lehre als Elektriker bei Erwin Reck in Brück, bei dem er bis 1959 als Geselle blieb. Von 1959 - 1990 arbeitete er als Elektriker im VEB (Volkseigenen Betrieb) Bau Belzig. 1963 erwarb er den Abschluß der 10. Klasse an einer Abendschule und qualifizierte sich zum Elektromeister.

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1968  zog er nach Rathenow um und nahm eine Tätigkeit als Elektromeister im HBK (Hochbaukombinat) Rathenow auf. 1972 trat er der Christlich Demokratischen Union  (CDU) bei.

Von 1990 - 1992 war er als Dezernent für Wirtschaft und Gewerbe in der Stadt Rathenow tätig. Nach berufsbegleitender Ausbildung an einer Verwaltungsschule wurde er 1994 Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Rathenow. Diese Funktion hatte bis zu seinem Eintritt in das Rentenalter im Jahr 2003 inne. Am 27.07.1967 heiratete er Barbara, Elke Schmidt im Stephanusstift in Berlin-Weißensee. Das Ehepaar hatte zwei Söhne, Andreas, geboren am 06.07.1971 und Peter, geboren am 13.01.1975. Hartmut Wengler hat zwei Enkelkinder, die Zwillinge Saskia und Felix, die am 12.09.2003 geboren wurden und die er innig liebt. Seine Frau starb nach langer Krankheit am 22.09.2003. Hartmut Wengler war sein ganzes Leben lang kirchlich engagiert. So trat er am 10.05.1998 dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. bei. Zu seinem 70. Geburtstag am 11.12.2008 erbat er von seien Gästen statt Blumen und Geschenke eine Spende für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Dabei kamen 300,00 € zusammen. Hartmut Wengler liebt das Wandern, spielt viel Tischtennis oder arbeitet im Garten. Mit seiner Lebensgefährtin Ingeborg, Karola Blankenburg verreist er auch gern. Seine neustes Hobby ist der Computer.


© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß

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Biografien

3. Nachruf

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 13. Januar 2011 12:56


F.Richter-mit-Sch.Rahmen_thumb

3. Nachruf im Rundbrief 53/09 des Landesverbandes Brandenburg der Angehörigen psychisch Kranker e.V. von Professor Dr. Peter Stolz

Alles hat eine bestimmte Zeit,
jedes Tun unter dem Himmel hat seine Zeit.
Geboren werden und Sterben hat seine Zeit;
Pflanzen und Ernten hat seine Zeit;
Suchen und Finden haben ihre Zeit
(Buch Prediger 3, 1-8)

Am 6 Juli 2009 ist Frank Richter von uns gegangen
Liebe Angehörige und Mitglieder des Landesverbandes,
es ist mir ein wichtiges Anliegen, das tatkräftige und ideenreiche Engagement des
langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden des Landesverbandes Brandenburg der
Angehörigen psychisch Kranker e.V. zu würdigen. Alle, die mit ihm zusammen arbeiteten,
haben seine Verlässlichkeit geschätzt. Wir konnten seinen Mut und seine Hartnäckigkeit
bewundern, Verantwortung für den praktischen Aufbau der Angehörigenarbeit zu
übernehmen. Unermüdlich hat er sich zusammen mit seiner Frau in der nachberuflichen
Lebensphase eingesetzt, um die in den neuen Bundesländern weitgehend unbekannte
Angehörigen-Selbsthilfe im Bereich der Begleitung und Betreuung von Menschen mit
schweren psychischen Krisen und Erkrankungen bekannt zu machen. Er hat das Potential der
gegenseitigen Informations- und Beratungsmöglichkeiten genutzt, um solidarische
Hilfeleistung und Unterstützung zu ermöglichen.
Die persönliche Zusammenarbeit mit Herrn Richter ist für mich Anlass, an die Jahre der
Entwicklung der Angehörigenbewegung im Land Brandenburg zurückzudenken. Gleich nach
der Wende suchte Familie Richter nach Wegen und Freiräumen, die psychosozial
beeinträchtigenden Folgen im Leben ihrer psychisch erkrankten Tochter zu mildern und den
Zusammenhalt der Familie zu stärken. Ein solcher Gesundheitseinbruch ist für alle
Angehörigen mit Versagensgefühlen, Selbstvorwürfen, Einsamkeit und Resignationsgefühlen
verbunden. Herr und Frau Richter haben sich zugetraut, im Land Brandenburg nach
Verbündeten Ausschau zu halten. Am 25.11.1993 gründeten 30 Angehörige aus allen
Landesteilen Brandenburgs unter Vorsitz von Herrn Richter den Landesverband. Nach und
nach sind bis heute nahezu 50 Selbsthilfe-Gruppen für Angehörige psychisch kranker
Menschen entstanden. Manche haben sie ihre Arbeit eingestellt, neue sind hinzugekommen.
Ziel ist nach wie vor, in Selbsterfahrungsgruppen das oft schwer erträgliche Lebensschicksal
zu mildern, eigene Ressourcen zu entdecken, Anstöße zu bekommen und sich gegenseitig zu
ermutigen, die eigenen Bedürfnisse nicht hintanzustellen und zugleich Geduld und Hoffnung
zu bewahren.
Psychosen geben Rätsel auf. Sie lassen niemanden unberührt. Menschen mit Psychosen
überfordern durch ihren unbesorgten Eigensinn, die Unbekümmertheit um ihre Existenz,
durch ihre grandiose Selbstüberschätzung oder depressive Selbstabwertung, durch „naiv
kindlich“ wirkende Lebensplanung. In diesen schweren seelischen Verstörungen steckt aber
auch für alle Beteiligten die Chance, mehr über sich selbst zu erfahren, aus den so
unterschiedlichen Wahrnehmungen zu lernen und die Bedingungen des Zusammenlebens
immer neu zu überdenken. Dies mag zugleich schmerzhaft und befreiend sein. Alle sind
gefordert, die eigene Wahrnehmung zu erweitern. Die schwierigste Aufgabe ist sicher, ganz
eigene Antworten zu finden auf viele offene Fragen. Wechselwirkungen und gegenseitige
Einflussnahme festzustellen, ohne zu beschuldigen, ist eine hohe Kunst, die möglicherweise
– so erfahren wir es in Psychoseseminaren - erst nach intensivem und langjährigem
Austausch gelingen kann.
Mit dem vierteljährlichen Rundbrief hat der Landesverband ein wichtiges Verbindungs- und
Kommunikationsmittel gegenseitiger Information und Weiterbildung erarbeitet. Bei neuen
Gruppengründungen standen Herr Richter und der Vorstand in der Anfangsphase beratend
und begleitend zur Verfügung. Höhepunkte in der Arbeit waren die seit 1994 jährlich
stattfindenden Fachtagungen für Angehörige, Psychiatrieerfahrene und psychiatrische
Fachkräfte gewesen. Die Planung dieser Veranstaltungen lag neben intensiver Unterstützung
durch viele Mitglieder fast ausschließlich in den Händen von Herrn Richter. Oft hat er sich in
überaus großer Sorge um das Gelingen bis an den Rand seiner Kräfte eingesetzt. Und
manchmal fiel es ihm schwer, Arbeiten in vertraute Hände von MitstreiterInnen zu legen.
Durch die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes und der einzelnen Angehörigengruppen konnte
die Teilnahme an den Jahrestagungen, die sich inzwischen zu einer anerkannten Institution im
Land Brandenburg entwickelt haben, erheblich gesteigert werden.
Es sollen einige Ereignisse in Erinnerung gerufen werden, an denen ich selbst mit Spannung
und großer Freude teilnehmen durfte:
1994 „Angehörige und Betroffene im Aufbruch“ mit Prof. Dr. Katschnig, Wien (100
Teilnehmer)
1995 Seminar: „Rückfallrisiko“
1998 „Mehr Lebensqualität für unsere Angehörigen und Betroffenen“ mit Prof. Dr.
Angermeyer, Leipzig (170 Teilnehmer)
1999 „Die Rolle der Angehörigen in der psychiatrischen Versorgung - zwischen
Aufopferung und Abgrenzung“ mit Dr. Nils Pörksen, Bielefeld (200 Teilnehmer)
2000 “Der Angehörige und der schwierige Patient“ mit Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner,
Hamburg.
Die von Herrn Richter vorbereiteten Tagungen haben nicht nur eine Fülle von Informationen
geboten, sondern auch Möglichkeiten des dringend benötigten Erfahrungsaustausches und der
Kontakte zwischen Angehörigen eröffnet. Wir haben in den Kleingruppen zusehen können,
wie viel Angst, Verzweiflung, Scham, Trauer und Wut sich in Familien entwickeln. Fast
unausweichlich geht es in der Auseinandersetzung mit der psychischen Erkrankung eines
Familienmitgliedes um Fragen der Verantwortung und der Schuld. Die ebenso
unvermeidbaren emotionalen Verstrickungen lösen heftige seelische und soziale Nöte und
Not-Abwehr-Maßnahmen aus. Nach anfänglich verzweifeltem Verleugnen und Schönreden
geht es bei allen Angehörigen um die Suche, die psychische Verstörung zu begreifen,
anzunehmen und mit ihren Folgen zu leben.
Der beharrlichen Aktivität von Herrn Richter ist es zu verdanken, dass der
Angehörigenverband auch in das Brandenburger Gesetzgebungsverfahren zum Psychisch-
Kranken-Gesetz (PsychKG) einbezogen wurde. Herr Richter und der Vorstand hielten engen
Kontakt mit dem Psychiatriereferat des Brandenburger Ministeriums für Soziales, Gesundheit
und Frauen. Ebenso ist es dem Bemühen von Herrn Richter und dem Vorstand gelungen, die
Kontakte zu den psychiatrischen Klinikleitungen so zu intensivieren, dass ein regelmäßiger
Erfahrungsaustausch stattfinden konnte, um den Interessen der Angehörigen in der
Krankenbehandlung und Klinikbetreuung mehr Gewicht zu verleihen.
Herr Richter hat durch sein ehrenamtliches Engagement auf die Notwendigkeit eines bürgerund
nutzerorientierten Gesundheitswesens aufmerksam gemacht. Sein Engagement zielte auf
das berechtigte Einfordern von Information und Aufklärung durch behandelnde Ärzte und
psychiatrische Institutionen. Dies nicht nur gegenüber den erkrankten Familienmitgliedern,
sondern auch gegenüber deren Angehörige, tragen sie doch häufig die Hauptlast in der
Betreuung ihrer erkrankten Familienmitglieder. Der Angehörigenverband hat sein Interesse an
mehr Transparenz von Gesundheitsleistungen und Behandlungsrisiken immer wieder durch
die Feder von Herr Richter Gewicht verliehen.
An dem wichtigen Ziel der Partizipation von Angehörigen und psychoseerfahrenen Menschen
an Entscheidungen über Gesundheitsleistungen, Therapieverfahren und Behandlungen hat der
Angehörigenverband auch nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Herrn Richter mit
unterschiedlicher Intensität und einigen zwischenzeitlichen Umwegen weitergearbeitet. Die
von Herrn Richter in Brandenburg angestoßene Angehörigenbewegung ist heute ein wichtiger
Bestandteil in der Durchsetzung von Verbraucherschutzrechten und Qualitätssicherung von
Gesundheitsleistungen, entsendet doch der Landesverband fünf Mitglieder in die regionalen
Besuchskommissionen zur Prüfung der Versorgungsqualität in psychiatrischen Kliniken und
Abteilungen an Allgemeinkrankenhäusern.
Für seine herausragende Tätigkeit gilt Herrn Richter höchste Anerkennung. Diese ist ihm
auch mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse zuteil geworden. Er hat die
individuelle Krisensituation in seiner Familie als Chance genutzt, um für viele und mit vielen
Mitbürgern ein Netzwerk der Selbsthilfe zu knüpfen. Dies trägt in vielfältiger Weise auch
gesellschaftliche Früchte.
Ich erinnere mich gern an die vielen persönlichen Begegnungen und herzlichen Gespräche.

Professor Dr. Peter Stolz

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2. Nachruf

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 13. Januar 2011 12:50


F.Richter-mit-Sch.Rahmen_thumb

2. Nachruf im Rundbrief 53/09 des Landesverbandes Brandenburg der Angehörigen psychisch Kranker e.V. von Manfred Zastrow

Liebe Mitglieder, Angehörige, liebe Freunde.
Frank Richter † 6. Juli 2009
Unser ehemaliger Vorsitzender und Mitgründer des Landesverbandes der Angehörigen psychisch Kranker, Frank Richter, ist im Alter von 78 Jahren am 6. Juli gestorben. Diese Nachricht hat uns sehr getroffen.
Sie machte uns seine Arbeit und die positiven Veränderungen für uns Angehörige noch einmal so richtig
bewusst. Wir werden in dankbarer Erinnerung seine Arbeit weiterführen.
Dies ist die beste Ehre, die wir ihm erweisen können. Erst als es seine Gesundheit absolut nicht mehr zuließ, gab er die Aufgabe als Vorsitzender des LApK weiter. In seiner fürsorglichen Unrast, ständig um die Angehörigen und ihre Familien besorgt, bewegte ihn der Gründergeist, der unseren Landesverband entstehen ließ. Glücklicherweise schlossen sich ihm viele hilfreiche Hände und Herzen an. Anders
ging es auch nicht. Nur gemeinsam können wir etwas für unsere betroffenen Angehörigen und uns selbst tun. Wir möchten hiermit auch seiner Frau Christlinde ganz herzlich danken für die Unterstützung, ohne die Frank Richter dies alles sicher nicht so hätte für unbewältigen können. Wir wissen um ihren
Einsatz, und wir möchten hiermit auch ihr unseren Dank aussprechen. Möge sie jetzt ebenfalls etwas von dem Mitgefühl zurück erhalten, welches auch uns als Angehörige getröstet hat. Sein Wirken hat einen Keim der Hoffnung herüber getragen, von der auch er in seinem Leben zehrte. Danke.
In seinem Sinne wollen wir unsere Bemühungen für unsere Angehörigen und Betroffenen im Landesverband fortsetzen.

Manfred Zastrow

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