Gästebucheintrag vom 11.06.2010

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 25. Januar 2011 20:25


 


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Kulturministerin des Landes Brandenburg Dr. Martina Münch
beim Eintrag ins Gästebuch des Förderkreises

 

Herzlichen Dank, alles Gute für den Weiterbau und Gottes Segen für die Menschen und die wunderschöne Kirche!

                         Martina Münch
                          11.6.2010

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Gästebuch

Manfred Stolpe, Ministerpräsident des Landes Brandenburg

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 25. Januar 2011 20:13
1. Ministerpräsident Dr. Manfred Stolpe

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Ein herzliches Dankeschön dem aktiven Förderkreis, der eine wichtige Initiative für kirche und Stadt angestoßen hat. Weiterhin Erfolg!

13/7/97 Manfred Stolpe

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Gästebucheintrag vom 25.01.2011

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 25. Januar 2011 20:07


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Rosemarie Köhn
Norwegische Bischöfin a.D. aus Hamar

Kjǣre Förderkreis!

Det er deilig å oppleve at kirken er gjenoppbygget. Jeg kan huske den gangen den brant. Min mor sa alltid at den gangen forsvant håpet. Det er godt at håpstegnet er tilbake igjin!

                                                                    Rosemarie Köhn
                                                                    25.01.2011
Lieber Förderkreis!
Es ist schön zu erleben, dass die Kirche wieder aufgebaut worden ist.
Ich kann mich erinnern, wie damals die Kirche brannte. Meine Mutter sagte immer,
dass damit die Hoffnung verschwand. Es ist gut, dass dieses Zeichen der Hoffnung wieder zurück ist.
                                                                    Rosemarie Köhn
                                                                    25.01.2011

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Gästebuch

Geschichte des Förderkreises

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 25. Januar 2011 14:16

 

Geschichte der Gründung des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V.

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Ordentliche Mitgliederversammlung 2005
Gruppenbild vor dem Reichstag
Einladung der Bundestagsabgeordenten
Andrea Voßhoff (CDU)


Rathenow war im zweiten Weltkrieg (1939 -1945) zu 80% zerstört worden. Noch in den letzten Kriegstagen wurde die Kirche von Brandgranaten getroffen und brannte völlig aus. Man hatte das Hauptschiff notdürftig repariert und mit einem Dach versehen. 1990 wuchsen noch aus dem Chorraum die Bäume. Es gab viele Menschen, die nach 1990 die Kirche wieder in ihrer alten Schönheit aufbauen wollten. 1990 hatte Pfarrer Uwe Eisentraut versucht, einen Förderkreis zu gründen. Das war aber misslungen. 1912 gab es schon einmal einen Evangelischen Krichbauverein für den Bau der Lutherkirche, die als Neubau geplant war. Dr. Heinz-Walter Knackmuß hatte  1990 den Verband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes des Landes Brandenburg e.V. gegründet und war dessen Vorsitzender und wurde gleichzeitig zum stellvertretender Vorsitzender des Bundeverbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes gewählt. Neben dem Aufbau des Gesundheitsamtes in Rathenow nach der Einheit Deutschlands im Jahre 1990 war das ein reiches Betätigungsfeld, um Erfahrungen mit Vereinen zu sammeln.

In Sommer 1996 a small group consisting of my wife, Helga Knackmuß as well as Sigrid Eisentraut, Axel Teckemeyer and Giesela Rosenberg met in Rathenow to work out what bacame the articles of association. Later, Christine Ermisch joined us.
Finally, on September 15th, 1996 the constitutional meeting took place at the St. Marien Andreas Church and the association was founded.
The constitutional purpose of the Förderkreis ("support group") was the reconstruction of the Saint Marien Andreas Church in Rathenow in the county of Brandenburg. The church, which was partly destroyed when burning grenades hit it in the last days of World War II in 1945, used to be a treasure of roman-gothic ecclesiastical architecture. It was the goal of the Förderkreis to rebuild what was lost and all efforts took place to allow for the reconstruction to happen.
While the group consisted of no more than 47 members in 1996, the number grew higher from year to year and included not just citizens of Rathenow but also from Munich and Hamburg and even Denmark, Austria, Switzerland and the Netherlands.
Even though older members died every year, the number of supporters hardly decreased as many new people joined who supported the efforts of the association.
Secretary of State of the Federal Republic of Germany, Dr. Frank Walter Steinmeier as well as Brandenburg's prime ministers Dr. Manfred Stolpe and later Matthias Platzeck joined the group as supporters. They were among the cabaret artist and Rathenow born Wolfgang Gruner, members of parliament Dr. Margit Spielmann and Andrea Voßhoff as well as Dieter Dombrowski and Karla Baroness to Putlitz and Frank Richter (bearer of the Federal Cross of Merit).
Particularly former prime minister Dr. Manfred Stolpe will never be forgotten as a major supporter and for his enduring interest in the Förderkeis and its efforts to bring back what was once lost.
The support group still needs 4.0 million Euros to let shine the church for the praise of God.
Without the blessing and support of God, this work will not be done but we are full of hope that since we have already rebuild the tower that also the remaining stages of reconstruction will begin soon. The next step will be to renew the ailing roof.
For further information on how to help the Förderkreis and support its efforts, please contact Dr. Heinz-Walter Knackmuß, Röntgenstr. 13, 14712 Rathenow, phone +49 3385-5200224, mobile +49 1633925819, e-mail knackmuss@online.de.


Im Sommer 1996 traf sich eine kleine Gruppe, bestehend aus  Helga Knackmuß, Sigrid Eisentraut, Axel Teckemeyer, Gisela Rosenberg und Dr. Heinz-Walter Knackmuß in Rathenow in der Röntgenstraße 13 im Garten und erarbeite die Satzung. Später kam Christine Ermisch dazu. Am 15. September 1996 fand die Gründungsversammlung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche statt.
Bei der Gründungsversammlung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche am 15. September 1996 wurden folgende Vorstandsmitglieder gewählt:
Dr. Heinz-Walter Knackmuß, Vorsitzender
Axel Teckemeyer, 1.Stellvertretender Vorsitzender
Sigrid Eisentraut, 2. Stellvertretende Vorsitzende
Gisela Rosenberg, Schatzmeisterin
Christine Ermisch, Schriftführerin
Dem Kuratorium gehörten als geborene Mitglieder an:
1. Dr. Burkhard Schröder, Landrat des Landkreises Havelland
2. Hans-Jürgen Lünser, Brgermeister der Stadt Rathenow
3. Jürgen Baruth, Vorsitzender des Kreiskirchenrates der Bruderschaftlichen Leitung (quasi Superintendent)
4. Hans-Dieter Kübeler, Geschäftsführender Pfarrer
der Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde
5. Peter Weisner, Vorsitzender des Kreistages im Havelland
In das Kuratorium gewählt wurden:
6. Siegfried Mertin, Vorstandsvorsitzender der Volksbank e. G. Rathenow
7. Erika Guthjahr, Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow
8. Herbert Bauer, Rathenow.


Seit 2008 bestehen der Vorstand und das Kuratorium aus folgenden Mitgliedern:
Vorstand: Aktueller Vorstand siehe auch unter: Vorstand.
Dr. Heinz-Walter Knackmuß, Vorsitzender
Kerstin Zink-Zimmermann, stellv. Vorsitzende
Axel Teckemeyer, stellv. Vorsitzender
Wolfgang Krüger, Schatzmeister
Christine Ermisch, Schriftführerin
Gisela Rosenberg, kooptiertes Mitglied
Kuratorium:Aktuelles Kuratorium siehe auch unter: Kuratorium
Dr. Burkhard Schröder, Landrat des Havellandkreises
Holger Schiebold, ehemaliger Kreistagsvorsitzender
Ronald Seeger, Bürgermeister der Stadt Rathenow
Andreas Buchholz, stellv. Superintendent und geschäftsführender Pfarrer
Siegried Mertin, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Rathenow e.G.
Prof. Dipl.-Ing. Hans Müller
Architekt Dr.-Ing. Achim Krekeler

 
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Vorstandssitzung  am 22.06.2009
(von links: Gisela Rosenberg, Axel Teckemeyer, Christine Ermisch,
Wolfgang Krüger, Kerstin Zink-Zimmermann, Dr. Heinz-Walter Knackmuß)

Seit 2016 besteht der Vorstand des Förderkreises aus:
Dr. Heinz-Walter Knackmuß, Vorsitzender
Kerstin Zink-Zimmermann, stellv. Vorsitzende
Axel Teckemeyer, stellv. Vorsitzender
Wolfgang Krüger, Schatzmeister
Erika Baatz, Schriftführerin
Seit 2016 setzt sich das Kuratorium so zusammen:
Roger Lewandowski, Landrat des Havellandkreises
Holger Schiebold, ehemaliger Kreistagsvorsitzender
Ronald Seeger, Bürgermeister der Stadt Rathenow
Andreas Buchholz, stellv. Superintendent und geschäftsführender Pfarrer
Bernd Knust, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Rathenow e.G.
Prof. Dipl.-Ing. Hans Müller

Das satzungsmäßige Ziel des Förderkreises war der Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Die Kirche, die in den letzten Kriegstagen (28.04.1945) von Brandgranaten getroffen wurde und völlig ausbrannte, war vor der Zerstörung eine Kleinod romanisch-gotischer Baukunst gewesen. Sie sollte in den alten Zustand wieder zum Lobe Gottes hergestellt werden. Alle Bestrebungen zielten darauf ab, den Wiederaufbau zu ermöglichen.
Waren im Gründungsjahr 1996 nur 47 Mitglieder im Förderkreis, wuchs die Anzahl von Jahr zu Jahr und erfasste Rathenower Bürger in ganz Deutschland von München bis Hamburg, ja sogar in Österreich, der Schweiz, Norwegen und in den Niederlanden. 2017 hatte der Förderkreis 252 Mitglieder.

Jahr

Mitglieder

1996

47

1997

101

1998

98

1999

153

2000

170

2001

179

2002

186

2003

183

2004

189

2005

173

2006

169

2007

173

2008

183

2009

195

2010

225

2011

230

2012

231

2013

233

2014

236

 

Am 15.09.2006 wurde in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in einer kleiner Andacht das 10jährige Bestehen des Förderkreises begangen und anschließend die Förderkreislinde auf dem Kirchplatz gepflanzt. Früher stand auf dem Kirchplatz eine sehr alte Linde.
Die Förderkreislinde soll ein sichtbares Zeichen für den Neuanfang und Gottes Segen sein.

 

Linde

Landrat Dr. Burkhard Schröder pflanzt die Förderkreislinde


Obwohl viele ältere Mitglieder des Förderkreises Jahr für Jahr starben, kamen immer Menschen dazu, die das Vorhaben unterstützten.
Es konnten der Bundesaußenminister Dr. Frank Walter Steinmeier, die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Manfred Stolpe und Matthias Platzeck dafür gewonnen werden, der Kabarettist und gebürtige Rathenower, Wolfgang Gruner, die Bundestagsabgeordneten Dr. Margit Spielmann und Andrea Vohoff, die Landtagsabgordenten Dieter Dombrowski und Karla Freifrau zu Putlitz und Frank Richter, (Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse), die norwegische Bischöfin Rosemarie Köhn.
Besonders dem Ministerpräsidenten Dr. Manfred Stolpe dankt der Förderkreis für sein stetiges Interesse am Wiederaufbau der Kirche und für seine aktive Unterstützung.
Der Förderkreis benötigt noch 4,8 Millionen €, um die Kirche wieder im alten Glanz zum Lobe Gottes erstrahlen zu lassen.
Ohne Gottes Segen und Beistand wird dieses Werk nicht gelingen, aber wir sind guter Hoffnung, dass nachdem der Turm wieder errichtet werden konnte, auch die folgenden Bauabschnitte zur Beseitigung der Kriegsschäden zügig angegangen werden können.
Die Sterngewölbe im Kirchenschiff konnten 2009 -2010 errichtet werden. Im gleichen Jahr wurde auch das Dach des Kirchenschiffes neu gedeckt.
2011 sind die Kreuzgewölbe in der Marienkapelle wieder aufgebaut werden. Der Förderkreis hat die Gesamtkosen von 40.000,00 € allein getragen. 2011 sind auch im Kirchenschiff neue Glasfenster in Rautenform mit 5 mm dickem Goetheglas eingesetzt worden. Außerdem ist 2011 die Fassade des Kirchenschiff fast vollständig saniert worden, das Dach der Andreaskapelle ist ausgebessert worden und die Andreaskapelle hat ein neues Templerkreuz erhalten. Gleichzeitig beginnen wir eine Aktion zum Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Dafür werden 1,6 Millionen € benötigt. Am 12.02.2010 startete deshalb eine Säulensteinaktion, wobei jeder Spender für einen gespendeten Stein à 5,00 € eine Urkunde erhält. Bis zum 25.11.2017 wurden ganz gezielt dafür 58.000,00 € gespendet.

 

Dr. Heinz-Walter Knackmuß
Röntgenstr. 13
14712 Rathenow
Tel:03385-5200224
Handy:0163-3925819
E-Mail:knackmuss@online.de
www.rathenow-kirchen.de

Spenden werden erbeten:
Förderkreis
IBAN: DE 07 160919940001070100
Swift-Code: GENODEF1RN1
bei der Volksbank Rathenow e.G.

© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß

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Geschichte

Geschichte der Superintendenten in Rathenow

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 25. Januar 2011 07:16


Die Geschichte der Superintendenten in Rathenow lässt sich lückenlos  von der Reformation bis zur Gegenwart darstellen. Auch wenn es in Rathenow eine Bruderschaftliche Leitung gab, firmiert doch der Vorsitzende der Bruderschaftlichen Leitung in den Jahren 1967 – 2003 wie ein Superintendent.

Die Superintendeneten  nannten sich auch Oberpfarrer oder Inspektoren.

Superintendent oder Inspektor: 1. Pfarrer einer Stadtkirche (auch Oberpfarrer genannt)
Archidiakon                             2. Pfarrer einer Stadtkirche
Diakon:                                    3. Pfarrer einer Stadtkirche

1540 - 1548

Peter Richter (Arbiter)

Nach der Reformation war Peter Richter der erste evangelische Pfarrer in Rathenow. Er kam aus Baruth und war wohl schon vor 1540 hier tätig.

1548 - 1556

Magister Bartholomaeus Wannenmacher

 

1556 - 1558

Magister Christop Enzelius (Entzelt)

Er wollte wie Martin Luther die katholischen Zeremonien bei Taufe und Abendmahl nicht beibehalten und musste Rathenow verlassen, da der Kurfürst damit nicht einverstanden war. Entzelt war 1517 in Saalfeld (Thüringen) geboren und saß als Student in Wittenberg zu Luthers Füßen. Er starb am 15.03.1583 als Pfarrer in Osterburg. 1579 erschien in Magdeburg seine "Chronika der alten Mark"

1558 - 1580

Magister Joachim  Eberhard

Er soll erst 1585 gestorben sein.

1580 - 1599

Magister Johannes Tiefenbach (Bathelius)

Er starb am 02.051599 in Rathenow.

1600 - 1636

Johann Erichsleben (Erxleben)

Er war 1555 geboren und wurde 1584 Konrektor, 1585 Diakon und 1596 Archidiakon. Er starb in Rathenow am 02.11.1636.

1637 - 1656

Matthias Lüssow

Er war 1603 geboren und wurde 1625 Diakon, 1636 Archidiakon und war seit 1637 Oberpfarrer und Superintendent in Rathenow. Von ihm erzählte man sich später allerlei Gespenstergeschichten, wie auch die von dem Gespensterhaus in Rathenow oder die von dem auf dem Friedhof vergrabenen goldenen romanischen Kelch.

1657 - 1690

Magister Konstantin Voitus

Er war am 21.03.1615 in Königsberg geboren. 1644 war er Pastor in Falkenhagen. Er war zweimal verheiratet und hielt 1675 nach der Eroberung Rathenows vor dem Kurfürsten einen Dank- und Feldgottesdienst ab. Er starb in Rathenow am 17.05.1690.

1690 - 1693

Adam Winkler

Er stammte aus Schönhausen und wurde 1676 Superintendent in Wilsnack. Er starb am 30.08.1693 in Rathenow. Am 16.01.1677 heiratete er in Schilde Catharina Maria Rittner.

1693 - 1706

Magister Johann Goltz

Er war am 09.03.1642 geboren. Von 1666 - 1691 war er Rektor in Rathenow und von 1674 - 1693 Diakonus.

1707 - 1730

Jakob Töpfer

Er stammte aus Spandau undwurde 1676 geboren. Er wurde 1701 Konrektor und 1702 Diakonus in  Potsdam und heiratete 1709 in Berlin-Friedrichswerder Amalie Rost. Seit dem 09.02.1707 war er Superintendent in Rathenow. Am Sonntag Cantate, wurde er als Superintendent (Inspektor) vom Superintendenten der Altstadt Brandenburg Magister Langau in sein Rathenower Amt eingeführt. Er starb am 10.04.1930 in Rathenow.

1731 - 1737

Johann Schade

Er stammte aus Thüringen und war 1706 - 1711 Feldprediger. Von 1711 -1731 war er Archidiakon in Stendal. Am 08.09.1737 wurde er in Rathenow begraben. Als Geburtsjahr ist 1673 angegeben. Er war ein Verwandter des Diakons Johann Caspar Schade (*13.01.1666 in Kündorff als Sohn des damaligen Predigers und Dekans Jakob Schade, des späteren Vize-Superintendenten und Ephorus-Leiter eines Seminars zu Schleusingen in Thüringen.)

1738 - 1751

Christoph Schinnemeyer

Er war am 08.01.1696 geboren und stammte aus Nordhausen. Er studierte in Halle und war 7 Jahre lang an der Lateinschule der Frankeschen Stiftungen tätig. 1727 - 1730 war er Prediger und Lehrer am Waisenhaus in Potsdam, von 1730 -1737 Prediger in Stettin, wo er ein Waisenhaus und ein Volksschullehrer-Seminar gründete. Ein Streit mit den Behörden war Anlaß, nach Rathenow überzusiedeln. Hier suchte er ähnlich wie in Stettin zu wirken, hatte aber den gleichen Misserfolg. Er hatte bei seiner Antrittspredigt im Sinne Luthers gelobt: "Die Welt ist böse und undankbar, aber so böse soll sie nicht sein, dass sie mich überböse." Nach fast 14 Jahren in Rathenow rief er in einer Abschiedspredigt in höchster Erregung der Gemeinde einen Fluch zu. Er war bis zu seinem Tode am 01.07.1767 in Tönningen, wo es ihm nicht besser ging. Verheiratet war er mit Amalia Emerentia Lieberkühn, der Schwester des Leibarztes  Friedrich des Großen. Einer seiner Söhne, Johann Adolf Schinnemeyer, war Prediger in Stettin und Kosistorialrat in Pommern.

1751 - 1782

Otto Joachim Anhalt

Er stammte aus Neuruppin und war 1731 Feldprediger in Berlin.1735 -1744 war er Oberpfarrer und Superintendent in Bad Wilsnack.

1782 - 1803

Christian Ludwig Schultze

Er war geboren am 23.03.1754 in Tangermünde und mit Margarethe, Catharina Friderike Anhalt verheiratet. Er wurde 1779 Feldprediger bei den Leibcarabieniers in Rathenow. Er starb in Rathenow am 26.01.1803.

1804 - 1822

Johann Gabriel Ewald

Er war am 09.02.1756 in Neuhaldensleben geboren und wurde dort 1781 Rektor. 1789 war er Pfarrer in Angern. Er heiratete am 31.07.1791 Johanne, Philippine Ewald, die Tochter des Pfarrers Johann, Georg Ewald in Lindstet. Er ist am 25.11.1825 in Rathenow gestorben.

1822 - 1853

Hans Karl Gottfried Brandt

Er wurde am 11.06.1778 in Wolmirstedt geboren. Sein Vater war Accise*-Einnehmer. (Accise=Steuern einer Stadt auf Wein, Bier und Schnaps, in Notzeiten auch auf Vieh, Holz und Butter).1803 war er Lehrer an der Ritterakademie in Brandenburg, 1808 wurde er Domdiakonus in Brandenburg und 1809 Diakonus in der St. Katharinen-Kirche in Brandenburg. Seit 1822 ist er Oberpfarrer in Rathenow und seit 1827 Superintendent. Er heiratete am 19.03.1810 die Tochter des Brandenburger Superintendenten Calo.

1853 - 1865

Jakob Friedrich  Johannes Leonhard Lund

Er war am 31.08.1805 in Glückstadt geboren. Seit 1830 war er Pastor in Schrabstädt und seit 1834 in Hohn. Er war 1849 Hauptpastor und Probst in Altona. Von dort wurde er vertrieben und kam nach Rathenow, wo er am 27.01.1865 starb.

1866 - 1901

Arminius Emil  Leberecht Glokke

Superintendent Glokke wurde am 15.07.1824 in Frankfurt/Oder geboren. Sein Vater war Lehrer.1851 war er Hilfsprediger und Rektor in Lieberose. 1853 war er Archidiakon in Königsberg in der Neumark. 1866 wurde er Oberpfarrer in Rathenow und 1867 Superintendent. Am 01.101.1901 wurde er emeritiert und starb am10.08.1906 in Prietzen.

1902 - 1932

Hans Wilhelm  Waldemar Ettel

Superintendet Ettel wurde am 05.02.1860 in Wirsitz als Sohn eines Bezirksfeldwebels geboren. 1895 wurde er Marinepfarrer und 1892 Pastor in Falkenrehde bei Potsdam. 1902 wurde er Superintendent in Rathenow. Er emeritierte am 01.04.1932 und starb am 23.04.1933 in Herleshausen.

1933 - 1951

Georg  Adolf Heimerdinger

Er war am 01.06.1875 in Schweidnitz (Schlesien) geboren. 1907 kam er als Diakon nach Rathenow und wurde 1916 Archidiakon. 1924 war er Superintendent und 1933 Oberpfarrer. Am 04.11.1951 emeritierte er und hielt eine bewegende Abschiedspredigt Aber er diente dennoch auch als Emeritus seiner Gemeinde und feierte am 31.05.1953 noch eine Goldenen Konfirmation
mit 500 Konfirmanden in der Lutherkirche.
Er starb am 05.11.1967 in Rathenow. Sein Grabstein befindete sich am Fuße der Auferstehungskirche in Rathenow.

1952 -1967

Johannes Reichmuth

 

1967 - 31.12.1972

Hartmut Grünbaum

Mit Hartmut Grünbaum beginnt eine neue Ära des Leitungsstils in einem Kirchenkreis, die "Bruderschaftliche Leitung". Er wurde dann Generalsuperintendent für den Sprengel Berlin.

01.01.1973 - 31.12.1978

Dietrich Hallmann

Dietrich Hallmann führte die " Bruderschaftliche Leitung" fort und erprobte sie in der Praxis. Er wurde dann Superintendent in Cottbus.

01.01.1979 - 31.12.1980

Oswald Schönherr

Oswald Schönherr war von 1967 -1980 Gemeindepfarrer in Premnitz im Kreis Rathenow und hatte neben dem Amt als Gemindepfarrer in Premnitz den Vorsitz der Bruderschaftliche Leitung des Kirchenkreises Rathenow vom 01.01.1979 - 31.12.1980 inne.

01.01.1981- 19.06.1989

Albrecht Rademacher

Biografie unter:
www.rathenow-fks.org

19.06.1989 -20.03.1993

Eckhard Barsch

Eckhard Barsch war der erste Pfarrer der über ein Fernstudium seine Ausbildung in der Berlin-Brandenburgischen Kirche erhielt und danach zum Pfarrer ordiniert wurde. Seine Pfarrstelle erhielt er in Milow. Während er den Vorsitz des Kreiskirchenrates und der Bruderschaftlichen Leitung  von 1989 - 1993 innehatte, blieb er Pfarrer der Parochie Milow (Amtsbezirk eines Pfarrers) mit Wohnsitz in Milow.

20.03.1093 - 31.12.1997

Jürgen Baruth

 

01.01.1998 -19.11.2003

Hans- Joachim Tutzschke

Hans- Joachim Tutzschke ist der Vater von Thomas Tutzschke und führte von Barnewitz aus als letzter Pfarrer die Bruderschaftliche Leitung des Kirchenkreises Rathenow.

19.11.2003 - jetzt

  Thomas Tutzschke

Thomas Tutzschke  ist seit 2003 der Superintendent des Kirchenkreises Nauen-Rathenow. Mit Thomas Tutzschke endet die Bruderschaftliche Leitung des Kirchenkreises Rathenow. Nach der Fusion der Kirchenkreise Rathenow und Nauen zum Kirchenkreis Nauen-Rathenow im Jahre 2003 wurde das Superintendentenamt wieder eingeführt

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Geschichte

Die Geschichte des Turms der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 24. Januar 2011 14:29

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Blick von der Havel zur Kirche mit 2001 neu aufgebautem Turm

Der Turm und die Kirche haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich.
1604 wurde vermutlich die Turmhaube erneuert. Die Turmhöhe betrug 38,92 m (124 Fuß). 1709 wurde mit dem Dachstuhl der Kirche auch die Turmspitze wegen Baufälligkeit abgetragen und so belassen. 1727 wurde der Turm teilweise abgetragen und höher wieder aufgebaut. Die Gesamthöhe des Turms betrug 56,49 m (180 Fuß).
1816 hatte der Turm einen Umbau nötig. Der berühmte Baumeister Schinkel wurde mit einem Entwurf beauftragt, der aber nicht die Zustimmung des Magistrats fand. Schinkel war tief enttäuscht. Stattdessen wurde der Entwurf des Regierungsrates Carl Wilhelm Redtel genommen und bis 1828 fertiggestellt. Als das vergoldete Kreuz über der Kugel auf der Kirchturmspitze fertig war, stellte sich der Rathenower Maurermeister auf das Kreuz und breitete die Arme aus. Die alte Mutter, die wie gewöhnlich morgens einen Blick auf den Kirchturm richtete, sah ihren Sohn auf dem Kreuz stehen, erlitt einen Schock und war mehrere Wochen krank..
In der Brandnacht am 28. zum 29.04.1945 wurde auch der Turm zerstört.

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Rathenow 1945

1972 musste der Turmhelm wegen Baufälligkeit abgetragen werden. Seither war die Turmruine 35 m hoch. 180 Stufen führen hinauf. Die Turmspitze hatte vor der Zerstörung 79 m. So hoch sollte sie beim Wiederaufbau auch wieder werden. Die Aussichtplattform wurde 51 m hoch. Der Wiederaufbau des Turms kostet ca. 2,5 Million € und wurde von 1999 bis 2001 durchgeführt. Am 28.05.2000 fand in Gegenwart des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Manfred Stolpe, die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau des Turms statt. Der Ministerpräsident Dr. Stolpe, der Bürgermeister der Stadt Rathenow, Hans-Jürgen Lünser, der geschäftsführende Pfarrer, Andreas Buchholz und der Vorsitzende des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V., Dr. Heinz-Walter Knackmuß, legten die Hände über den Grundstein und sprach die Worte aus Amos 9,11:"Zur selbigen Zeit will ich die zerfallne Hütte Davids wieder aufrichten und ihre Lücken verzäunen und was abgebrochen ist, wieder aufrichten, und will sie bauen, wie sie vor Zeiten gewesen ist." Die Dachspitze (Turmhelm) wurde mit 577 Kupferplatten eingedeckt. Zur Finanzierung wurden Sponsoren für die einzelnen Platten gewonnen. Die Kupferplatten konnten für eine Spende von 125 € (250,00 DM) erworben werden.

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Mittelstück der vormontierten Turmspitze

Auf der Spitze steht wieder eine vergoldete Kugel (Knauf) und das vergoldete Kreuz. Das vergoldete Kreuz ist 2,80 m hoch und 1,60 m breit. Der Durchmesser der Kugel beträgt 1,40 m. Insgesamt wurden 185 g Gold bei der Vergoldung aufgetragen. Die Kupferplattengröße reicht von 0,4-1 m Quadratmetern. Das Kupfer wird durch die Oxidation mit der schwachen Kohlensäure aus dem Regen im Laufe der Jahre einen grünlichen Farbton bekommen - die sogenannte Patina. Chemisch ist das Kupferkarbonat und wird frühestens nach 10 Jahren sichtbar. Es ist ungiftig. Meine Großmutter, Agnes Knackmuß, die noch die Zeit des Kupfergeschirrs und der Kupferkessel kannte, warnte uns Kinder immer vor dem giftigen Grünspan. Der bildet sich, wenn Kupfer mit Essig reagiert. Das giftige Kupferazetat war sehr gefürchtet, weil man den Essig nicht nur zum Würzen der Speisen benutzte, sondern auch als Universalreinigungsmittel. In die Kugel wurde die Satzung und ein Mitgliederverzeichnis des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. sowie eine Silber- und Goldmünze gegeben. Die Münzen hat der Förderkreis prägen lassen. Sie zeigen auf der Vorderseite die Sankt-Marien-Andreas-Kirche und auf der Rückseite den Begründer der optischen Industrie in Rathenow, den Pfarrer Johann Heinrich August Duncker.

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Anflug des Hubschraubers der Bundeswehr mit der Spitze des Turms

Die Goldmünze mit der Nr. 48 kostete 100 € und die Silbermünze mit der Nr. 188 kostete 50 €. Die Ornamentklempnerei in Redekin hat den Knauf, das Kreuz und die Kupferplatten für den Turmhelm angefertigt. Der Klempnermeister Michael Pionke berichtete, dass die Kupferplatten unterschiedliche Größen haben. Die größten Kupferplatten sind 2 m lang und 0,5 m breit. Die Dicke beträgt 0,7 mm. An feuchter Luft überzieht sich das Kupfer allmählich mit einer grünen Schicht von basischem Kupferkarbonat (Patina). Dieser Vorgang dauert ungefähr 10 Jahre. Der Turmhelm wurde in drei Teilen am auf dem Sportplatz Schwedendamm errichtet. Nach der Fertigstellung war er das Ziel eines unendlichen Pilgerstroms von Rathenowern, die die Spitze aus der Nähe betrachten wollten. Sie nahmen sie buchstäblich mit Augen und Händen in Besitz. Am 28. August 2001 wurde das Basisteil des Helms durch einen Hubschrauber  (Sikorsky CH-53-G) der Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg  auf den Turm abgesetzt.  C bedeutet Cargo, H Helicopter und G steht für Germany. Hunderte von Schaulustigen hatten sich in der ganzen Stadt versammelt, um das Schauspiel zu verfolgen. Als der Hubschrauber dreimal wegen Sturm und Regen scheiterte und alle das 5,3 t schwere Stück über ihren Köpfen schweben sahen, erfasste die meisten Menschen eine Schauer und alles war spannend wie in einem Kriminalfilm. Um 16:45 Uhr war dann alles geschafft. Der erste Teil des Helms befand sich auf dem Turm. Der zweite Teil der Turmspitze oder des Helms wurde am 4. September 2001 mit dem Hubschrauber eingeflogen. Der Versuch die Spitze mit Kugel (Knauf) und Kreuz am 5. September 2001 aufzusetzen, scheiterte leider, sodass zum Festgottesdienst am 8. September 2001 die Turmspitze nur zwei Helmteile aufwies.

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Turmspitze mit Gerüst

Zum Festgottesdienst waren viele Mitglieder des Förderkreises aus ganz Deutschland angereist. Die Festpredigt hielt Probst Dr. Lütcke (Berlin). Zwei Glocken sollten in der Glockengießerei Lauchhammer am 3.8.2001 und am 17. 8. 2001 neu gegossen worden. Leider wurde der Guss am 3.8.2001 durch eine Havarie vereitelt. Die Formen für die zwei neuen Glocken wurden aber gerettet und konnten nach Sinn gebracht werden. Am 28. September 2001 wurde die zwei neue Bronzeglocken in Sinn (Hessen) für die Sankt-Marien-Andreas-Kirche gegossen.

Die vollständige Geschichte der Glocken ist

nachzulesen im Buch

über die Sankt-Marien-Andreas-Kirche von

Viola und Dr. Heinz-Walter Knackmuß 

Hans-Jürgen Bock, Bürgermeister a.D. aus Bad Kissingen schreibt über das Sankt-Marien-Andreas-Buch : Ich habe selten ein Buch so packend empfunden, wie das vor mir liegende Werk, das ich nicht eher aus der Hand gelegt habe, bis ich es ausgelesen hatte.

Buch über die Kirche erschienen (230 Seiten)

 

14,00 €

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Es können Bestellungen für das Buch über die Sankt-Marien-Andreas-Kirche (14,00 €)+ Porto aufgegeben werden. Das Buch über die Sankt-Marien-Andreas-Kirche beschreibt die Orgel und den Marienaltar. Es werden auch viele Schmunzelgeschichten erzählt, die sich in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der Kirche begeben haben.
Bestellungen nur über
Dr. Knackmuß (Tel:03385-5200224)

 

Die neu errichtete Aussichtplattform ist 51 m hoch. Die Turmspitze erreicht eine Höhe von 77 m. Es wird alles für einen Fahrstuhl vorbereitet. Wenn etwas mehr Geld da sein wird, kann der Aufzug eingebaut werden, damit auch Behinderten den Blick von der Aussichtplattform über das schöne Havelland genießen können.

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Turmansicht vom Optikpark 2008
(Aufnahme Dr. Rüdiger Croux)

© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß

Aussichten vom Turm von Axel Teckemeyer

Rath Neujahr 2010-1

Silvester 2010

Rath Neujahr 2010-2
Silvester 2010

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Weinberg

SMAK 4-Premnitz
Premnitz

SMAK 5-Milow
Milow

SMAK 6-Weinb.
Weinberg

SMAK 7-AG
Amtsgericht und Fürstenhof
Hohes Rott

SMAK 8-Wolzensee
Wolzensee

SMAK 10-Bismarkt.
Bismarckturm

SMAK 11-Süd
Rathenow-Süd

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Weinberg

 

SMAK 14-Windpark Nauen
Windpark Nauen

SMAK 15 Ost
Osten

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Am Alten Hafen

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Blick nach Osten

SMAK NW 3-04
Nordwesten

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Norden

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Optik-Park Eingang

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Süden

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Süden

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Süden

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Bölkershof

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Havelarme

Aussicht vom Turm am 20.05.2015

Fotos

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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1. BUGA-Brücke

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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2. Blick zum Bismarckturm

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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3. Bergstraße
(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

 

 

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4. Blick zum Weinberg

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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5. Blick zum Weinberg mit Auferstehungskirche (Friedhofskapelle)

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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6. Mühlendamm

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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7. Mühlendamm und Leuchtturm

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

 

 

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8. Bugabrücke

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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9. Auferstehungskirche (Friedhofskapelle) Neuer Turm 2015

 

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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10. Auferstehungskirche (Friedhofskapelle) Neuer Turm 2015

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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11. Weinberg mit Bismarckturm

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

 

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12. Torhaus auf dem Weinbergfriedhof

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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13. Restaurant und Pension “Zum Alten Hafen”

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

 

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14. Weinberg

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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15. BUGA-Brücke (2015)

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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16.  Weinbergbrücke 2006

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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17. Blick ins Havelland

 

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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18. Blick nach Norden

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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19. Havellandschaft

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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20. Musikschule an der Havelbrücke

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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21. BUGA Brücke

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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22. Steinstraße mit Altstädtischer Apotheke

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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23. Musikschule Obi und Leuchttürme

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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24. Mühlendammbrücke

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

 

 

 

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25. Blick zur Berliner Straße

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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26. Stadtschleuse

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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27. Platz der Jugend

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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28. Schleusenstraße

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

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29. Steinstraße

(© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20.05.2015)

 

Aussicht vom Turm am 09.06.2015

Fotos

(© Michael Neumann 09.06.2015)

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(© Michael Neumann 09.06.2015)

Aussichten vom Turm von Erich Backes

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31.12.2014

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Biografie von Jutta Schnorr

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 24. Januar 2011 13:33


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English

Jutta Schnorr, geborene Liesicke, wurde am 03.08.1944 in Rathenow geboren. Ihr Vater, Wilhelm Ferdinand Karl Liesicke, war Industriekaufmann und  ihre Mutter, Charlotte Anneliese Liesicke, geborene Telschow, war Schneiderin. Sie wuchs mit ihrer am 28.03.1940 geborenen Schwester Ingrid auf. Ihr Großvater in Rathenow war ein sehr couragierter Mann. im Alter von 79 Jahren lief er am Gründonnerstag in seinem Garten hinter einem Hasen her und erschlug ihn auch, fiel aber durch die Anstrengung selbst tot um. Dieses Erfolgserlebnis vor dem eigenen Tod wird in der Familie von Generation zu Generation als geflügeltes Wort weitererzählt:

Opa und Hase tot.

Am 08.11.1959 wurde Jutta Schnorr in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche von Pfarrer Reichardt konfirmiert. Ihr Konfirmationsspruch lautete: “ Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln “ (Psalm 23,1). Von 1951 – 1959 besuchte sich die Geschwister-Scholl-Schule in Rathenow und wechselte dann zur Erweiterten Oberschule “Karl Marx”, wo sie 1963 ihr Abitur ablegte. Durch den Krieg gab es in ihrem Jahrgang nur zwei Abiturklassen in Rathenow. Eine sprachliche Klasse, A-Zweig genannt und einen naturwissenschaftliche Klasse, B-Zweig genannt. Jutta Schnorr war sprachbegabt und lernte neben dem obligatorischen Russisch, das in der DDR (Deutschen Demokratischen Republik) für Abiturienten acht Jahre lang als Pflichtfach vorgeschrieben war, auch sechs Jahre lang Englisch und drei Jahre lang Latein. Der Direktor, Dr. Heinz Schirrholz, unterrichtete Latein persönlich und verband den Unterricht  mit einer Einführung in viele Bereiche der römischen Geschichte und Kultur. Der Musikpädagoge Hermann Tressel erteilte den Schülern einen hochqualifizierten Unterricht, der Instrumentenkunde, Musikgeschichte und Notenkunde umfasste. Bei Jutta Schnorr wurde dadurch auch die Liebe zur klassischen Musik geweckt.

 

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Lehrerkollegium der Erweiterten Oberschule “Karl Marx” 1963 in Rathenow
(von links 1. Reihe von unten: Eva Horn, Hans-Joachim Mahnkopf, Schulsekretärin 
Lieselotte Knütter, Heinz Mede, Renate Schirrholz, Direktor Dr. Heinz Schirrholz, Kurt Balzer, Karl Just, Käte Engel
2. Reihe von unten: Horst Horn, Hausmeisterin Elisabeth Steffen, Fritz Lorenz, Horst Lichtenberg, Eberhard Benndorf, Doris Rösicke, Edelgard Moritz
3. Reihe von unten: Hausmeister Willi Steffen, Dr. Ernst Steingräber, Rosemarie Muchin, Hermann Tressel,Käte Seeger, Lothar Seeger

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Abiturklasse 12 A Jahrgang 1963
1. Reihe von unten von links: Klassenlehrer Eberhard Benndorf, Christine Nagel, Manuela Wilma, Waltraud Fehmann, Jutta Liesicke, Elke Peters, Renate Sandberg, Karin Block
2. Reihe von unten von links: Wolf-Dieter Berger, Brigitte Fleischhauer, Mareile Kurzinsky, Gudrun Müller, Dietrich Theden
3. Reihe von unten von links: Jörg Anke, Heinz-Walter Knackmuß, Günter Kretzschmar, Hans-Jürgen Krause

 

 

Sie erlernte nach dem Abitur den Beruf einer Krankenschwester und arbeitete seit 1975 an der Chirurgischen Klinik der Charité und anschließend im Städtischen Krankenhaus Berlin-Pankow, das nach 1990 von den Caritas- Kliniken Pankow “Maria-Heimsuchung” übernommen wurde.
Am 28.05.1968 heiratete sie Dr. med. Dietmar Schnorr. Dem Ehepaar wurde am 10.12.1968 der Sohn Robert und am 27.07.1973 die Tochter Juliane geboren. Ihre Hobbys sind Lesen, Musikhören besonders als Konzerthörerin und Gartenarbeit. Daneben beschäftigt sie sich, sooft es geht, mit ihren drei Enkelkindern und lernt an der Volkshochschule Französisch. Am 10.09.1998 trat sie dem Förderkreiszum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. bei, weil sie Freude am Wiederaufbau der Kirche ihrer Heimatstadt hat und weil sie damit ihre Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt zeigen wollte. Sie lebt heute in Berlin.

© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß   (14.05.2009)

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Biografien

Luise und Karl Freitag spenden zur Geburt des Urenkels

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 23. Januar 2011 03:11


Schubert-Niklas

Niklas Alexander Schubert wurde am 01.12.2010 in Buxtehude geboren. Die Urgroßeltern Luise und Karl Freitag aus Rathenow wollten, dass der kleine Niklas gleich mit der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow und ihrem Wiederaufbau verbandelt wird und stifteten für ihren Urenkel die Säulensteine Nr. 2010 –2019 zum Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich bei den Urgroßeltern für die Spende.

Geschichte der Orgel in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Januar 2011 13:14

Die Geschichte der Orgel

der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

in Rathenow
von Viola und Dr. Heinz-Walter Knackmuß


Reich verzierter Rokoko-Prospekt
der Schuke-Orgel auf der Empore der Kirche vor 1945


Inwieweit der Bau der ersten Orgel für die Stadtkirche in die Geschichte zurückgeht, ist uns nicht bekannt. Sicher war vor 1764 schon ein Orgelwerk in Gebrauch. Mit Salomon Kleinert aus Brandenburg wollen wir aber die Geschichte der Orgel der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow ihren Anfang nehmen lassen.

1. Die Kleinert-Orgel
Der Orgelbauer Salomon Kleinert (1720 - 1796) hatte am 25.08. 1751 das Bürgerrecht in der Neustadt von Brandenburg an der Havel erworben. 1754 hat Salomon Kleinert einen Vertrag über den Orgelneubau in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow erhalten. 1756 wurde die Orgel kritisch begutachtet und erst 1764 endgültig vollendet (2). Sie muss kein gutes Werk gewesen sein, weil sie schon nach 14 Jahren erneuert werden musste.

2. Die Treutmann-Orgel
Christoph Treutmann der Ältere (ca.1673 -1757) aus Magdeburg hat berühmte Orgelwerke wie das von Sankt Eustachius und Agathe in Magdeburg-Diesdorf (1723), in der Sankt-Levin-Kirche in Harbke (1727/28) und das in der Stiftskirche Sankt Georg in Grauhof bei Goslar (1737) erbaut.  Sein Sohn Christoph Treutmann der Jüngere  hat von 1776 bis 1778 die Kleinert-Orgel in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow umfassend repariert. Die Einweihung dieser Orgel von Treutmann fand dann 1778 statt.  Alexander Schuke hat 1902 ein sehr genaues Verzeichnis dieser Orgel angelegt. Wie aus seinen  Aufzeichnungen hervorgeht, war ihm Treutmann als Erbauer dieser Orgel nicht bekannt. Wir können aber dank Schukes Schriften den Aufbau der Treutmann-Orgel sehr genau nachvollziehen. Die Orgel hatte zwei Manuale und ein Pedal. Schuke hat aber doch seine Kunst beim Aufbau und bei der Reparatur einfließen lassen, wie wir dem Gutachten Otto Dienels entnehmen können. Aus den Aufzeichnungen von Schuke geht folgender Aufbau der alten „neuen“ Orgel hervor.


I. Manual, verm. C, D - c´´´
1. Principal 8´ G - cs´´´ wieder verwendet
2. Bordun 16´ c - c´´´ wieder verwendet
3. Gemshorn 8´
4. Rohrflöte 8´ c - c´´´ im II. Manual wieder verwendet
5. Hohlflöte 8´ cs - cs´´´ wieder verwendet
6. Octave 4´ Cs, Ds - cs´´´ wieder verwendet
7. Spitzflöte 4´ Cs, Ds - cs´´´ wieder verwendet
8. Quinte 2 2/3´ Cs, Ds - cs´´´ wieder verwendet
9. Octave 2´ Cs, Ds - cs´´´ wieder verwendet
10. Sesquialter 3f  evtl. im neuen Cornett 3 f wieder verwendet
11. Mixtur 5f  wurde vermutlich in Mixtur I wieder verwendet
12. Trompete 8´

II. Manual, verm. C, D - c´´´
13. Principal 4´ evtl. Cs, Ds - cs´´´ in Octave 4´ wieder verwendet
14. Gedackt 8´ c - c´´´ in I´ wieder verwendet
15. Quintadena 8´ in Gedackt 16´ II versetzt c´- f´´´´ wieder verwendet
16. Salicional 8´ Fs - cs´´´ wieder verwendet
17. Gambe 8´
18. Fl. travers 8´ fs - cs´´´ wieder verwendet
19. Flöte 4´ vermutlich in Flöte dolce 4´ I C,D - c´´´ wieder verwendet
20. Nasat 2 2/3´ Cs, Ds - c´´´ wieder verwendet
21. Octave 2´ Cs, Ds - cs´´´ wieder verwendet
22. Quinte 1 1/3´
23. Mixtur 4f werden vermutlich in Mixtur II wieder verwendet
24. Hautbois 8´ Cs, Ds - cs´´´ wieder verwendet

Pedal, verm. C, D - d´
25. Principal 8´ Fs - d´ wieder verwendet
26. Violon 16´ Cs, Ds - d´ wieder verwendet
27. Subbaß 16´
28. Violon 8´
29. Quinte 5 1/3´ wird in Quinte 10 2/3´ wieder verwendet
30. Octave 4´ Cs, Ds - d´ wieder verwendet
31. Posaune 16´

Als Bemerkungen hat Schuke hinzugefügt:
Teilweise wurden die Register vermutlich um einen Halbton versetzt, daher geht das alte Pfeifenwerk manchmal bis cs´´´. Manualkoppel, Pedalkoppel, 3 Sperrventile, Cymbelstern, ca. 200 Jahre alt. Schaden durch Gasheizung, verschmutzt und stark klappernd.








3. Die Schuke-Orgel
1902 wurde diese Treutmann-Orgel von Alexander Schuke aus Potsdam umgebaut. Da die Treutmann-Orgel in sehr guter Qualität erbaut worden war, konnten viele Teile nach entsprechender Reinigung wiederverwendet werden.


Blick auf die Empore mit Schuke-Orgelwerk


Am 19.09.1901 wurde im Königlich Preußischen Steueramt Rathenow der Vertrag zwischen dem Gemeindekirchenrat zu Rathenow, vertreten durch die Herren Fr. Punger und E. Grüneberg, und dem Orgelbaumeister Herrn A. Schuke zu Potsdam geschlossen. Der Originalvertrag ist in feinster Sütterlinschrift verfasst und stellt für uns heutige Leser ein eigenes Kunstwerk dar. Der Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH in Werder danken wir für die Überlassung der Kopien des Vertrages (1).



Erstes Blatt des Vertrages mit Alexander Schuke

Die Umbaukosten wurden mit 7.550,00 Mark veranschlagt  und der Umbau sollte vom 01.06.1902 – 01.08.1902 stattfinden. Für eine nicht fristgemäße Fertigstellung des Umbaus wurde eine Konventionalstrafe von 50,00 Mark je Woche der späteren Fertigstellung vereinbart. Herr Schuke musste sich auch verpflichten, bei nicht fristgemäßer Fertigstellung der Orgel zur Begleitung des kirchlichen Gesangs eine kleine Orgel zur Verfügung zu stellen, für deren Transport und Aufstellung er verantwortlich war. Es wurden fünf Jahre Garantie verlangt und keine Nachforderungen abweichend vom Kostenvoranschlag zugelassen. Im § 5 des Vertrages heißt es: „Das zum Umbau der Orgel zu verwendende Holz muss gegen Zerstörung durch Wurmfraß mittelst Imprägnierung geschützt werden.“ Sollte Herr Schuke während der Bauzeit „mit dem Tode abgehen“, so war es dem Gemeindekirchenrat vorbehalten, den Vertrag als gelöst zu betrachten oder ihn mit seinen Erben fortzusetzen. Alexander Schuke musste sich auch verpflichten, die Auflagen eines unabhängigen Gutachters zu seinen Kosten zu erfüllen, wenn denn solche gemacht würden. Aber der königliche Musikdirektor und Organist an St. Marien zu Berlin, Otto Dienel, dem diese Aufgabe zufiel, schrieb am 15.12.1902 ein sehr umfangreiches Gutachten, dessen Quintessenz lautet: „Das volle Werk hat einen mächtigen Klang, der auch einer vollzähligen Festtagsgemeinde gewachsen ist. Wenngleich die gemischten Stimmen durch Erhöhung des Winddrucks schärfer geworden sind, so reagieren sie doch vortrefflich auf den achtfüßigen Grundton der Manuale. Sie treten keineswegs zu selbstständig auf, sondern geben dem Achtfußtone nur den wirksamen Mixturenglanz. Eine Anzahl wohlklingender Charakterstimmen gibt reiche Gelegenheit zur Abwechslung im Piano und Mezzoforte. Die Intonation ist künstlerisch gelungen. Auch aus alten Registern ist das gemacht worden, was zu machen möglich war. So hat Schuke seine im Anschlag übernommenen Verpflichtungen vollkommen erfüllt. Für seine Kunstarbeit gebührt ihm reicher Dank“ (1). Ob die Schuke-Orgel fristgemäß fertig gestellt wurde, ist nicht bekannt, aber eher wahrscheinlich. Jedenfalls hat die Orgel einen herrlichen Rokoko-Prospekt erhalten und tat ihren Dienst, bis sie in den letzten Kriegstagen und zwar in der Nacht vom 28.04. zum 29.04.1945 von Brandgranaten getroffen wurde und mit der Sankt-Marien-Andreas-Kirche völlig ausbrannte. Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche sammelt nun für eine neue Schuke-Orgel. Matthias Schuke und seine Firma sind heute in der Lage, Neobarocke Orgeln, Romantische Orgeln und Renaissanceorgeln zu bauen. Im Magdeburger Dom wurde von Matthias Schuke eine Orgel eingebaut, die sowohl einen neobarocken als auch einen romantischen Klang erzeugen kann. Die Renaissanceorgeln waren nicht für die Begleitung des Gemeindegesanges gedacht und wurden immer schon als reine Konzertorgeln gebaut. Die Orgel kann aber erst nach Abschluss aller Bau- und Malerarbeiten gewissermaßen als Krönung des Wiederaufbaus eingebaut werden. Es müssen alle Kreuzgewölbe und die Empore fertig gestellt sein, ehe das Orgelprojekt beginnen kann. Solange muss die kleine elektronische Orgel die Gemeinde beim Gesang begleiten und für viele Konzerte in der Kirche dienen.


4. Die elektronische Übergangsorgel von 2006
Am Sonntag, den 30. April 2006 versammelte sich die Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde um 10:00 Uhr das erste Mal zum regulären Gottesdienst während der Landesgartenschau in Rathenow in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Jeden Sonntag sollte nun bis zum Ende der Landesgartenschau der Gottesdienst um 10:00 Uhr in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche stattfinden.



Kantorin Hanna Seefeld bei der Vorführung der neuen elektronischen Orgel am 30.04.2006

Außerdem war es ein Festgottesdienst mit Orgelweihe der neuen elektronischen Übergangsorgel, die die Gemeinde von der Firma Hoffrichter Orgel GmbH in Salzwedel für 6.750,00 € gekauft hat. Pfarrer Andreas Buchholz und seine Frau Magdalena hatten anlässlich ihrer Silberhochzeit statt Geschenke um eine Geldspende für diese Capella-Sakral-Orgel Modell 220 mit 40 Registern gebeten. Dabei waren 3.000,00 € zusammen gekommen. Karl und Luise Freitag hatten dann zu ihrer Goldenen Hochzeit ebenso um Spenden für die Übergangsorgel gebeten. Hier waren 900,00 € an Spenden für die Orgel an die Kirchengemeinde geflossen. Es haben auch viele andere für die Orgel gespendet. So konnte die Kreiskantorin Hanna Seefeld zum Beginn des Gottesdienstes alle Besucher mit dem Präludium in C-Dur von Felix-Mendelssohn-Bartholdy begrüßen. Die Gottesdienstbesucher waren sich einig: Die Orgel klingt großartig. Mit Variationen über das Kirchenlied „Lobe den Herren…“ konnte Hanna Seefeld das Klangbild der Orgel für die Besucher in vielen Fassetten darstellen. Pfarrer Andreas Buchholz ging bei seiner Festpredigt auf das Alte Testament ein, wo der erste König Israels, Saul, an einem „Überforderungssyndrom“ (neudeutsch „Burnout-Syndrom“) litt, wie es bei Samuel 1 im 16. Kapitel heißt. Nichts konnte ihm richtig helfen, aber die Ärzte kannten schon damals die heilende Wirkung der Musiktherapie. Und so wurde der kleine Hirtenjunge David an den königlichen Hof zitiert, weil er der beste Harfenspieler war und die Musik dem König Saul gut tat. Immer, wenn der Hirtenjunge David zur Harfe griff, wurde es dem König Saul leichter ums Herz und der böse Geist verließ ihn.
Den Abschluss des Gottesdienstes bildete ein Grave von Johann Sebastian Bach. Nach dem Ende des Festgottesdienstes erklärte die Kreiskantorin Hanna Seefeld die Funktion der Orgel und zeigte noch einmal an Klangbeispielen die große Bandbreite des Klangvolumens. Das ganze Kirchenschiff wurde von dem vollen Klang  der Orgel erfüllt.

Ehe die große Orgel eingebaut werden kann, wird diese kleine Hoffrichterorgel wohl noch gute Dienste leisten. Sie kam zur rechten Zeit, denn die Landesgartenschau 2006 brachte eine Vielzahl von Konzerten mit sich. Alle Rathenower und die Gäste der Stadt können sich an der Übergangsorgel erfreuen und hoffen, dass sie laut und leise zum Lobe Gottes in dieser Stadt erklingen wird, bis sie einst von der großen Orgel übertönt wird.

Wir danken Hans-Martin Ermisch für die fachliche Beratung.


Quellen:
1. Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH-Archiv, Werder an der Havel
2. Dr. Uwe Czubatynski/Domstiftsarchiv Brandenburg zitiert aus dem Nachlass Dr. Rudolf Guthjahr


© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß 18.03.2018    Text und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Die Verwendung von Teilen aus dem
Beitrag sind ausdrücklich verboten.

Noch mehr über die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow können Sie im Buch
von Dr. Heinz-Walter Franz Knackmuß nachlesen. (Bestellungen telefonisch unter 03385-5200224)

Das Buch ist nicht im Buchhandel erhältlich. Das Motto des Buches lautet:
Bist Du des Lebens nicht mehr froh - so komm geschwind nach Rathenow!

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Der Orgelausschuss
                         

1. Orgelausschuss für die Sankt-Marien-Andreas-Kirche

    (gegründet am 12.12.2017)

Pfarrer Andreas Buchholz, Dr. Heinz-Walter Knackmuß, Kantor Winfried Kuntz, Olaf Enders, Kantorin Christiane Görlitz

Ein Orgelausschuss für die neue Orgel in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow hat sich am 12.12.2017 in 14712 Rathenow, Kirchplatz 10, gegründet. Der Orgelausschuss begann seine konstituierende Sitzung mit einem Vortrag vom Orgelsachverständigen der EKBO, Kantor Winfried Kuntz, (Bad Belzig), den er anhand eines Arbeitspapieres erläuterte. Winfried Kuntz schlug vor, eine Erkundungsfahrt des Ausschusses zu fünf verschieden Orgeln in der Nähe zu unternehmen, um das Gehör der Mitglieder zu schärfen. Diese Kulturreise sollte auch dazu dienen, die Geschmacksrichtung für eine neue Orgel zu finden. Wenn der Ausschuss sich über das Klangprofil ausgetauscht hat, sollen Gemeindemitglieder die Möglichkeit bekommen bei einer dann engeren Wahl von Orgeln auch ihr Votum für ein Klangprofil abzugeben. Die Orgelfahrt des Ausschusses, die Winfried Kuntz vorbereiten wird und immer mit den gleichen Stücken bespielen wird, ist für Montag, den 19.03.2018, geplant.


2. Orgelausschuss für die Sankt-Marien-Andreas-Kirche auf  

    Orgelstudienfahrt mit Klangbeispielen

    in drei Berliner Kirchen am 19.03.2018



2.1. Schuke-Orgel (Berlin) in der Pauluskiche Berlin-Zehlendorf (44 Register)   

       erbaut 2015  Kosten: 700.000,00 €

1. Präludium in G von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) Deutschland

           Video 

2. Ballo des granduca (5 Tanzvariationen) von Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 -1621) Niederlande

                Video   
3. Marche religieuse von  Léon Boellmann (1862 -1897) Frankreich

             Video

4. Toccata in E von Theodore Dubois (1837 - 1924) Frankreich
            Video



2.2. Eule-Orgel (Bautzen) in der Nikolaikirche in Berlin-Spandau (51 Register)

       erbaut 1996 Kosten: 789.779,07 € (1.544673,60 DM 1997)


1. Präludium in G von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) Deutschland

                   Video

2. Ballo des granduca (5 Tanzvariationen) von Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 -1621) Niederlande

                  Video
3. Marche religieuse von  Léon Boellmann (1862 -1897) Frankreich

                 Video

4. Toccata in E von Theodore Dubois (1837 - 1924) Frankreich
              Video


2.3. Schuke-Orgel (Werder) in der Alten St. Marienkirche
       in Berlin-Spandau (35 Register) erbaut 2003 Kosten: 650.000,00 €

1. Präludium in G von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) Deutschland

      Video

2. Ballo des granduca (5 Tanzvariationen) von Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 -1621) Niederlande

           Video
3. Marche religieuse von  Léon Boellmann (1862 -1897) Frankreich

        Video

4. Toccata in E von Theodore Dubois (1837 - 1924) Frankreich
     Video



Eindrücke von der Orgelstudienfahrt am 19.03.2018

Die Schuke-Orgel in der Pauluskirche in Berlin-Zehlendorf ist eine Konzertorgel, die auch Musik der Romantik zu Gehör bringen kann. Sie hat einen sehr weichen Klang. Die Kosten der Orgel lagen bei 700.000,00 €. Ein Jahr nach dem Aufbau fand eine Nachjustierung aller Pfeifen statt, die schon bei der Kalkulation des Orgelpreises berücksichtigt worden war. In der ganzen Kirche befinden sich normale Heizkörper, auch auf der Empore.

Die Eule-Orgel in der Nikolaikirche in Berlin-Spandau hat als Schwerpunkt eine modifiziert-barocke Klangstruktur. Da durch eine Heißluftheizung die Luftfeuchtigkeit in der Kirche so herabgesenkt wurde, ist eine ferngesteuerte Befeuchtungsanlage rechts und links auf der Empore installiert worden. Dadurch war auch eine Anhebung des Emporenfußbodens mit Absauganlage notwendig. Die Kosten der Orgel betrugen 789.779,07 €. (Schlussrechnung 1997 1.544.673,60 DM)
Die Schuke-Orgel in der Alten St. Marienkirche in Berlin-Spandau ist sowohl für Konzerte als auch für den Gemeindegesang ausgelegt worden. Die Katholische Kirche wurde komplett restauriert. Die Kosten trug ein Mäzen, der auch das Orgelprofil vorgab. St. Marien in Berlin-Spandau ist ein kleines Juwel geworden. Die Alexander Schuke Potsdam-Orgelbau GmbH aus Werder an der Havel war mit dem Seniorchef Matthias Schuke und dem Juniorchef Michael Schuke und dem Wirtschaftlichen Kopf der Familie Johannes Schuke persönlich anwesend und zeigte die Orgel auch von Innen. Die K
osten der Orgel betrugen damals 650.000,00 € (Heute würde der Bau der Orgel 699.000,00 € kosten). In der Kirche ist eine Fußbodenheizung, die über Lüftungsschachte funktioniert.

                               

                                            Michael Schuke                                                      Matthias Schuke


Innenansichten der Schukeorgel in St. Marien Berlin-Spandau


                                                                                 Innenansichten der Schukeorgel in St. Marien Berlin-Spandau




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Klangbeispiele
der Elektronischen Hoffrichter-Orgel in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche,
die 2006 eingeweiht wurd
e


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Klangbeispiel 1                                               Video
Henk Colijn aus Dordrecht (NL) 
89. Psalm

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Klangbeispiel 2                                              Video
Henk Colijn aus Dordrecht (NL)
Nun danket alle Gott


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Klangbeispiel 3                                             Video
Henk Colijn aus Dordrecht (NL)
Ich singe Dir mit Herz und Mund

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Klangbeispiel 4                                          Video
Henk Colijn aus Dordrecht (NL)
mit seinem Sohn Jonathan (7)
Vater unser im Himmelreich

Klangbeispiel5


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Geschichte

Biografie von Peter Kurth

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Januar 2011 12:56

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Peter Kurth äußerte sich zu diesem Bild einmal folgendermaßen:

„Interessant und für mich bedeutsam ist die Uhr hinter mir. Vor über 100 Jahren bekam sie mein Großvater von seinem Schwiegervater zur Hochzeit geschenkt. Als Kind erlebte ich, wie mein Großvater seine geliebte Uhr sorgsam Woche für Woche aufzog und wie wir dann gemeinsam dem tiefen, feierlichen Stundenschlag lauschten.  `Das  Schlagen macht sowohl auf Vergangenes als auch auf Zukünftiges aufmerksam´, belehrte mich mein Großvater.

Heute kommt es mir so vor, als hätte das Schlagen der Uhr zu meiner Kindheit  etwas anders geklungen. Aber ich weiß natürlich, dass es nicht die Uhr ist, die sich verändert hat. Auch meine Enkel, so hoffe ich, werden die Uhr noch wertschätzen und behüten. Aber sie werden den Stundenschlag, der auf Vergangenes und Zukünftiges aufmerksam macht, wieder anders hören.“

Peter Kurth wurde 1940 in Rathenow geboren. Schon seine Eltern und Großeltern waren Bürger unserer Stadt; sie hatten hier auch schon kirchlich geheiratet. Peter Kurth wurde in der Lutherkirche konfirmiert, seine Goldene Konfirmation erlebte er dann in der St.-Marien-Andreas-Kirche. Die Bindung der Familie Kurth zu unserer Stadt und ihren Kirchen währt also auch schon über 100 Jahre!

Der Großvater und der Vater waren Schlosser, die Mutter war Damenschneidermeisterin. Der Sohn Peter erlernte zunächst ebenfalls einen handwerklichen Beruf in der Rathenower „Kesselschmiede“.

Damals begann man in den Schulen mit dem polytechnischen Unterricht. Als junger Facharbeiter betreute Peter Kurth Schülerinnen und Schüler der oberen Klassen, die an einem Tag in der Woche in einem speziellen Unterricht praktische Erfahrungen in der industriellen Produktion sammeln sollten. Diese interessante Aufgabe weckte dann den Wunsch, Pädagogik zu studieren.

Das Studium begann ausgerechnet im September 1961, wenige Wochen nach dem Mauerbau in Berlin. Diese Zeit war für einen Studenten geprägt von  ideologischem Druck. Peter Kurth erinnert sich:

„Das nun eingemauerte Westberlin war mir in den Jahren davor vertraut geworden. Ich kannte nicht nur Gesundbrunnen und den Kurfürstendamm, sondern auch den Funkturm, den Großen Stern, die Siegessäule, das Hansaviertel, die Kongresshalle, einige Museen …  Und nun wurden wir Studenten in einem Fahnenappell  verpflichtet, den Sozialismus, wenn nötig, an jedem Ort der Welt mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Und ich hörte den bestellten Jubel  rings um mich herum. Bei allem Frust, der damals natürlich nicht nur mich belastete, das Studium der Fächer Deutsch und Geschichte  war spannend und machte Freude. Sicherheit gab mir auch die abgeschlossene Berufsausbildung: Wäre mir die Studienzeit unerträglich geworden, hätte ich wieder in meinen alten Beruf gehen können.“

Dazu kam es nicht. Nach dem Studienabschluss und einigen Dienstjahren in einem Dorf kehrte Peter Kurth zurück in seinen Heimatort Rathenow. Er heiratete, kaufte ein altes Haus und baute es über viele Jahre mühevoll aus.

Peter Kurth war nie Mitglied einer Partei. Er suchte und fand aber immer Möglichkeiten, über seine berufliche Arbeit hinaus tätig zu sein. Zur „Wendezeit“ nahm er an Aktionen des Neuen Forums teil, wollte aber seine Unabhängigkeit bewahren und wurde kein „eingeschriebenes“ Mitglied.

Seine Frau war vorher in Greifswald beheimatet. Im Urlaub sind beide oft in ihrem kleinen Boot mit der Tochter auf den nordöstlichen Boddengewässern gesegelt. Als dann in den 90.Jahren dort ein Sozialverein ein großes altes Segelschiff rekonstruierte und in Betrieb nahm, um mit Charterfahrten eine außergewöhnlich interessante Sozialarbeit zu ermöglichen, wurde Peter Kurth dort aktives Mitglied. (www.sozialarbeit-Vorpommern.de)

Seit vielen Jahren ist er auch schon Mitglied unseres Förderkreises. Wie es dazu kam, drückt er so aus:

„Es ist dem geduldigen und ermunternden Bemühen unseres Vorsitzenden, Herrn Dr. Heinz-Walter Knackmuß, zu verdanken, dass ich nach einiger Zeit des Mitwirkens einen Aufnahmeantrag ausfüllte und ordentliches Mitglied wurde!“

Mittlerweile ermuntert er selbst andere, unserem Förderkreis beizutreten: „Jeder ist willkommen, in einer ihm gemäßen Weise bei uns mitzuwirken! Ich bin ein Beispiel dafür: Niemand wird zu irgendetwas gedrängt; keiner wird vereinnahmt!“

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Schatzmeisterin Gisela Rosenberg (links) mit
Peter und Margrit Kurth
Peter  Kurth hat zu seinem 60. Geburtstag ein
hölzernes Kirchenmodell mit Turmstumpf gebaut.
Für die Spenden zum Wiederaufbau anlässlich
seines 60. Geburtstages erhielt eine
Stifterehrenplatte in Kupfer.

 

Zu seinem 60. Geburtstag hat er (wie viele andere) seine Gratulanten gebeten, für unsere Kirche zu spenden. Dazu baute er ein Kirchenmodell mit einem goldumrandeten Schlitz für das Spendengeld. Diese „Kurthsche Kirche“ steht nun schon jahrelang auf dem Tisch unseres Verkaufsstandes in der St.-Marien-Andreas-Kirche. Besucher aus nah und fern haben dort ihre oft großzügigen Spenden eingeworfen – und werden es hoffentlich auch weiterhin tun.

Peter Kurth übernimmt auch Kirchenführungen. Er hat ja als Kind das Ende des Krieges und die Zerstörung unserer Kirche miterleben müssen. So sind seine Darlegungen auch mit sehr persönlichen Anmerkungen „gewürzt“.

In den letzten Jahren hat der ehemalige Deutsch- und Geschichtslehrer „im Unruhestand“ einige Texte verfasst, auf die wir hier aufmerksam machen möchten.

1. „Pilgern zu Arminius“  Hier schildert der Autor, wie er Gedenkstätten zur Schlacht im Teutoburger Wald besucht hat und wie dieses Ereignis aus vorchristlicher Zeit bis in unsere Gegenwart hineinwirkt.

2. Die Zweite Pilgerreise  Hier berichtet Peter Kurth, wie er Wirkungsstätten von Lessing und Goethe in den alten Bundesländern erlebt hat und was er in Mainzer Kirchen, im ehemaligen Bonner Regierungs-Atom-Bunker, im ehemaligen Wohnhaus Adenauers und an manchen anderen Orten gesehen und bedacht hat.

3. “Novembergedanken“  Hier schildert der inzwischen Siebzigjährige, wie er an einem Totensonntag (Ewigkeitssonntag) über unseren Friedhof geht, Vergangenes betrachtet, an seine Lebensstationen erinnert wird und Zukünftiges bedenkt.

4. Mittelstraße 33 alles Asche –Buchtitel von Peter Kurth über seine Kindheit mit Flucht
    aus Rathenow und Rückkehr in eine zerstörte Stadt 1945

Diese Texte sprechen Probleme an, die mit unseren Anliegen im Förderkreis korrespondieren. (Wer sie lesen will, kann sie „anklicken“) Wir bauen unsere jahrhundertealte Kirche Schritt für Schritt wieder auf. Sie ist es uns wert, sie ist ein einzigartiger Zeuge unserer freudvollen, viel mehr noch unserer leidvollen Vergangenheit.  Sie repräsentiert Werte, Erfahrungen, Beständigkeit, Harmonie. Sie zeugt von unerschütterlichem Glauben. Sie ist Heimstatt für Christen und will für Interessierte weit offen sein.

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Das Kirchenmodell, dass er im Jahr 2000 zu seinem 60. Geburtstag als Torso geschaffen hatte, konnte er 2002, nachdem der Kirchturm wieder komplett aufgebaut worden ist, ergänzen. Nun steht es in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche und dient nach wie vor als Sammelbüchse für den Wiederaufbau der Kirche.

Auch unsere Kirchenglocken machen mit feierlichem Klang auf Vergangenes und Zukünftiges aufmerksam.  Unsere Nachfahren werden wie wir immer wieder Vergangenheit und Gegenwart fragend betrachten, um Antworten für die Zukunft zu finden. Wir glauben: Es lohnt sich, ideenreich auf vielfältige Weise in unserem Förderkreis dazu beizutragen, dass  das Leben als sinnerfüllt und lebenswert empfunden werden kann.

2014 bildete Peter kurth mit Dr. Heinz-Walter  Knackmuß Kirchenführer für die Bundesgartenschau 2015 in Rathenow  aus. Am 7.01.2015 machte er für die Bugakircheführer die erste Probeführung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche.

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Nachdem 2014 die Kirchenführer für die Bundesgartenschau ausgebildet wurden, begann die Gruppe am 07.01.2015 mit den Probeführungen. Peter Kurth aus Rathenow machte den Anfang und begann vor dem Eingangsportal der Sankt-Marien-Andreas-Kirche mit seiner gut einstündigen Führung durch die Kirche, wobei er auch die Geschichte der Optik kurz mit einfließen ließ, denn Rathenow, die Stadt der Optik, ist durch den Pfarrer Johann Heinrich August Duncker eng verbunden mit der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Eine Stunde, so wurde abschließend von den Kirchenführern festgestellt, ist doch recht knapp, um alle Kunstschätze in der Kirche etwas zu erläutern. Wenn man den Turm noch bei der Bundesgartenschau als Vorzeigeobjekt dazu nähme, sind zwei Stunden im Nu um. Deshalb wird es wohl ratsam sein, wenn man für den Turm mit seiner Dauerausstellung „Farben in den Religionen“ und den Glocken extra Führungen anbietet. Bei schönem Wetter entschädigt die herrliche Aussicht über das Havelland viele Besucher nach ihrem Aufstieg. Der Turm wird aber 2015 vom 13.06.- 23.08. Konkurrenz bekommen, denn ein mobiler Aussichtsturm wird dann die Besucher auf dem BUGA-Gelände anlocken. Und ein Fahrstuhl wird hoffentlich auch den Behinderten den lang ersehnten Blick über das Havelland erlauben. Anmeldungen für die Kirchenführungen zur BUGA nimmt der Förderkreis schon jetzt unter der Telefonnummer 03385-5200224 entgegen. Die Besuchergruppen können sich aber auch im Kirchenbüro anmelden 03385-512390. Die nächste Probeführung durch die Kirche wurde für Donnerstag, den 22.01.2015, um 10:00 Uhr vereinbart.

 

1. Turmeingang- Video

2. Kirchenschiff – Video

 

 

3. Chorraum  – Video

 


4. Gotischer Marienaltar – Video 

5. Stadtmodell – Video


6. Der junge Joseph - Video      

 

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