Biografie von Theodor Muchin

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 31. Januar 2011 02:09


Theodor Muchin

Theodor Muchin wurde am 01.01.1918 in Arzis in Bessarabien geboren. Bessarabien gehörte damals zu Rumänien. Der Vater hieß ebenso Theodor Muchin und war am 17.09.1891 in Riasan in Russland geboren. Er starb ein Jahr nach der Geburt seines Sohnes. Die Mutter Pauline Muchin, geborene Kittler, war am 27.04.1893 in Arzis geboren worden und musste die Heimat 1940 verlassen. Sie starb am 27.10.1984 in Rathenow.

Theodor Muchin ging vom 01.09.1925 - 31.08.1929 in die Volksschule in Arzis. Anschließend besuchte er vom 01.09.1929 - 31.08.1932 die Handelsschule in Akkerman. Vom 01.09.1932 -31.08.1938 ging er auf die Lehrerbildungsanstalt in Galatz (Rumänien) und legte nach einem Praktikum die 1. Lehrerprüfung ab. Dananch kehrte er nach Akkerman zurück. Als im Juni 1940 die Rote Armee der Sowjetunion Bessarabien besetzte, begann die Umsiedlung der Familie nach Deutschland. Im Oktober 1940 wurde er im Volksdeutschen Umsiedlerlager in Mährisch-Chrostau (Sudetengau) untergebracht. Er arbeitete vom 02.12.1940 - 13.10.1941 als Klassenlehrer an der Volksschule in Mährisch-Chrostau und unterrichtete die Umsiedlerkinder.

 

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Vom 14.10.1941 - 31.10.1941 war Theodor Muchin im Umsiedlerlager Litzmannstadt (Lodz) und in Kalisch im Warthegau. Im November 1941 fand die Ansiedelung in Posen (Warthegau) in der Tirpitzstraße statt. Er arbeitete vom 01.12.1941 - 15.02.1942 als Lehrer an der Volksschule in Adelstedt, Kreis Schroda, im Warthegau.

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Vom Februar 1942 - Mai 1945 musste er den Militär- und Kriegsdienst an der Ostfront ableisten und geriet am 08.05.1945 in sowjetische Gefangenschaft. Erst am 23.10.1948 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen und kam am 24.10.1948 nach Rathenow. Hier musste er sich vom 24.10.1948 - 31.01.1949 einer Quarantänemaßnahme unterziehen. Er arbeitete danach vom 01.02.1949 -31.08.1960 als Lehrer an der Bruno-H.-Bürgel-Schule in Rathenow und unterrichtete Russisch und später auch Geografie. Am 05.10.1951 heiratete er Rosemarie Jeremias. Dem Ehepaar wurden drei Söhne geboren. Er erste Sohn Hartmut wurde am 24.07.1952 geboren. Am 06.11.1954 wurde dem Ehepaar der Sohn Ingolf und am 28.12.1955 der Sohn Volker geschenkt. Am 01.07.1952 legte Theodor Muchin seine 2. Lehrerprüfung ab.  Vom 01.09.1960 - 31.08.1964 arbeitete er in der Friedrich-Engels-Schule (Jahnschule) in Rathenow. Er wechselte noch einmal zur Bruno-H.-Bürgel-Schule und war dort als Lehrer vom 01.09.1964 - 31.08.1975 tätig. Vom 01.09.1975 - 31.12.1983 arbeitete er als Lehrer an der Ernst-Thälmann-Schule in Rathenow und wurde danach berentet. Seine Frau Rosemarie Muchin starb am 12.03.1986. Theodor Muchin wollte den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche unterstützen und trat am 15.12.1997 dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Anderas-Kirche in Rathenow e.V. bei. Er spendete die Kupferplatte Nr. 24 für den Turm der Kirche und stiftete die Orgelpfeife Nr. 14 für die noch zu errichtende Schukeorgel. Theodor Muchin lebte mit seiner Familie in der Friesacker Straße 25 in Rathenow.

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Wohnhaus der Familie Muchin in der Friesacker Str. 25

Am 05.02.2007 nahm Gott ihn in seine unendliche Herrlichkeit zu sich.
nach biografischen Angaben des Sohnes Ingolf Muchin

© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß

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