Biografie von Manfred Langner

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Januar 2011 11:10

Langner-Manfred

Manfred Langner wurde am 19.10.1936 in Rathenow geboren. Sein Vater war Justizinspektor und die Mutter Verkäuferin im Kolonialwarengeschäft ihres Vaters Carl Jantz (Brandenburger Straße/Ecke Bergstraße). Er wuchs zunächst in Rathenow in der Curlandstr. 34 auf und besuchte von 1942 - 1944 die Jahnschule. Als am 18.04.1944 die Jahnschule bei einem Bombenangriff schwer getroffen wurde, kam er zu Altstädtischen Schule. Der Bombenangriff am 18.04.1944 ist ihm prägend in Erinnerung geblieben, weil der Luftangriff unter Umständen das Leben gekostet hätte. Nur durch Zufall ist eine Sprengbombe, die seitwärts ins Kellergeschoß über dem Luftschutzkeller einschlug, nicht zur Explosion gekommen. Das Nachbarhaus in der Perleberger Straße wurde ebenfalls von einer Sprengbombe getroffen und übrig blieb ein Trümmerhaufen. Nach dem Bombenangriff zog die Familie ins Amtsgericht, weil der Vater dort ein geräumiges Zimmer bekam. Als der Krieg zu Ende war, besetzten die Russen das Amtsgericht und die Familie zog in die Milower Str. 71 A um. Die Großmutter eröffnete sofort wieder ein kleines Lebensmittelgeschäft, was überwiegend von der Mutter  geführt wurde. Hier verkaufte man auf Zuteilung Grundnahrungsmittel wie Brot, Mehl, Zucker, Kartoffeln, Butter, Quark, Käse und Schnaps, den besonders die Russen kauften. Eine Firma "Schirmer" stellte den "Alten Rathenower" her, einen Kartoffelschnaps, der für 100 Reichsmark pro Flasche verkauft wurde. Dadurch konnte das Geschäft in Gang gehalten werden. Manfred Langner musste durch den Schulausfall wie alle seine Schulkameradinnen und Schulkameraden 1946 die 3. Klasse wiederholen und wurde an der Jahnschule, die jetzt eine zwölfklassige Einheitsschule war, bis 1955 zum Abitur geführt. Von 1955 - 1958 absolvierte er an der Bank für Handwerk und Gewerbe (vormals Volksbank) in der Berliner Str. 14 in Rathenow eine Lehre zum Bankkaufmann. Nach der Ausbildung arbeitete er als Baufinanzierer bei der Deutschen Investitionsbank Potsdam, Filiale Neuruppin. Von der Deutschen Investitionsbank wurde er zur Hochschule für Ökonomie nach Berlin-Karlshorst delegiert. Der überwiegend politisch eingefärbte Unterricht und die Verschärfung der politischen Situation bewog ihn Anfang 1960 nach West-Berlin zu flüchten.  Nach seiner Flucht bildete er sich intensiv weiter und besuchte  Vorträge an der Volkshochschule, der Urania und am Otto-Suhr-Institut. Wegen der Flucht des Sohnes wurde der Vater sofort entlassen. Die Eltern flüchteten ebenfalls auf den dringlichen Rat des Sohnes noch rechtzeitig vor der Errichtung der Berliner Mauer (13.08.1961) nach Westberlin. Manfred Langner arbeitete als Buchhalter und Effektenberater bei der Berliner Discontobank (spätere Deutsche Bank) und wurde 1990 zum Leiter des Anlagenzentrums (Wertpapiere) auf dem Kurfürstendamm in Berlin-Halensee.  Hier betreute er  die Privat- und Geschäftskunden sowie vermögende Kunden bei der Anlage in Aktien, Anleihen und Fonds so erfolgreich, dass er seit 1992 Prokurist der Deutschen Bank wurde. Am 01.01.1996 wurde er berentet.
Am 22.03.1974 heiratete er seine Frau Dorothea und am 28.05.1975 wurde seine Tochter Annika geboren.
Seine größte Freude sind die am 05.02.2004 Enkeltochter Julia und die am 05.05.2006 geborene Enkeltochter Sophia. Seine Hobbys sind das Internet und besonders Chart-Analysen von Aktien, Rohstoffen und Wirtschaftsnachrichten sowie Schachspielen, Mühlespiel, Skat und Briefmarken und Münzen. Seit dem 28.04.1999 ist er Mitglied des Förderkreises und engagiert sich intensiv für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche seiner Heimatstadt.

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Manfred Langner (links) und  Dorothea Langner (Mitte)
überreichen dem Vorsitzenden  des Förderkreises
Dr. Heinz –Walter Knackmuß (rechts)  500,00 €
anlässlich  70. Geburtstags von Manfred Langner

Am 19. Oktober 2006 feierte Manfred Langner in Berlin seinen 70. Geburtstag. Von ihm stammt die Idee Münzen anzubieten, um damit den Wiederaufbau zu unterstützen und von ihm stammt auch die Idee das Altarbild der Kirche „ Simeon mit dem Kinde“ in Mosaiksteinen zu setzen. Der erfolgreiche Banker hat schon viele gute Ratschläge für die Finanzierung des Wiederaufbaus der Kirche an den Förderkreis herangetragen. Zu seinem 70. Geburtstag waren 40 Gäste in das vornehme französische Restaurant “Toulouse du Lac” am Tegeler See eingeladen. Manfred Langner hatte statt Blumen und Geschenke um eine Spende für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow gebeten. Dabei kamen insgesamt 500,00 € zusammen, die der Jubilar  mit seiner Frau an den Vorsitzenden des Förderkreises überreichte. Der Förderkreis dankt Manfred Langner für die Spende herzlich.

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Simeon mit dem Kinde                               Mosaiknachbildung von Simeon
von Prof. Bernhard Rhode                           mit dem Kinde (in Bearbeitung)  
(Hofmaler von Friedrich II.)

Das Altargemälde der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist ein Geschenk des Berliner Malers Professor Christian Bernhard Rode

Christian Bernhard Rode schenkte im Jahre 1779 der Rathenower Gemeinde ihr Altarbild. Es  stellt „Simeon mit dem Kinde“ dar.

Biografie des Malers

25.07.(22.07. Taufdatum) 1725 Geburt in Berlin als Sohn eines reichen Goldschmieds
1741 -1745 Ausbildung beim Hofmaler Antoine Pesne
1745 -1755(oder 1756) Studienaufenthalte in Paris, Rom und Venedig
1756 Mitglied der Berliner Akademie der Künste
1783 Berufung zum Direktor der Berliner Akademie der Künste
28.06.1797 Tod in Berlin

Er war der Hofmaler von Friedrich II. (Friedrich der Große, Alter Fritz).
Er malte besonders gern Themen aus dem Alten und Neuen Testament, der griechischen und römischen Mythologie sowie der deutschen und brandenburgischen Geschichte. Seine Gabe war die Darstellung von ungewöhnlichen historischen Themen. Seine Bilder erzählen Geschichten. Durch die finanzielle Unabhängigkeit war es ihm möglich viele Altarbilder an arme brandenburgische Kirchengemeinden zu verschenken. Er war der berühmteste Historienmaler in Berlin. Sein Werk umfasste Decken– und Wandgemälde in Schlössern und Palästen, Tafelbilder in ÖL und Radierungen.

Simeon mit dem Kinde (nach Lukas 2,25-38)

Das Altarbild in Rathenow stellt den Greis Simeon dar, der Jesus auf seinen Händen hält. Hinter ihm steht die alte Hanna. Vor dem Greis wartet die Mutter von Jesus, Maria, auf ihren Säugling. Links sieht man eine geopferte Taube. Hinter Maria dunkel angedeutet Josef. Nach jüdischer Sitte mussten alle Erstgeborenen Priester werden, es sei denn der Vater löste sie bei einem Priester aus. Das wurde am 30. Lebenstag mit oder ohne Kind beim Priester vollzogen. Der Vater musste dem Priester ein paar Silbermünzen geben oder wenn er arm war, zwei Tauben opfern. Der Greis Simeon hatte eine Vision, dass er nicht sterben würde, ohne Messias gesehen zu haben. Als nun Jesus in den Tempel gebracht wird, kommt der Geist Gottes erneut über ihn und er erkennt in dem Kind den Messias und dankt Gott dafür, dass er den Messias sehen durfte.

 

Manfred Langner liebt seine vier Enkelkinder sehr. Als am 05.03.2012 sein Enkel Frederik Langner geboren wurde, kannte seien Freude keine Grenzen. Er spendete für Frederik die Säulensteine Nr. 4500 – 4559 (300,00 €) zum Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow.

imageManfred Langner 
mit seinen vier Enkelkindern und der Säulensteinurkunde, die Enkelin Julia  Stolz für ihren kleinen Bruder Frederik hält

In seiner Freizeit sammelt Manfred Langner Ansichtskarten von Rathenow. Mit seiner freundlichen Genehmigung darf der Förderkreis ein Teil der Ansichtskarten und Fotos veröffentlichen. Der Förderkreis dankt Manfred Langner herzlich dafür.  Leben seiner Heimatstadt nimmt er gern und oft teil. So besuchte er mit seiner Frau Dorothea das Stadtfest 2012 und übernachtete natürlich in der Ferienwohnung Knackmuß. www.fewo-rathenow.eu

Rundgang-1 Video

Rundgang-2 Video

Manfred Langner besuchte mit seiner Frau Dorothea am 21.10.2012 das Weinfest in der Stadt Rathenow und war abends im Caféhaus-Konzert des Weltstars Jochen Kowalski, der mit dem Salonorchester “ Unter´n Linden”  der Staatsoper Berlin im Kulturzentrum von Rathenow gastierte.

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Manfred Langner in Rathenow
21.10.2012

Manfred Langner unterstützt seit vielen Jahren den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Er ist in Rathenow geboren und in dieser Kirche getauft worden. Er und seine Frau Dorothea sind seit dem 28.04.1999 Mitglied des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. und haben angeregt, das Altarbild der Kirche „Simeon mit dem Kinde“ in Mosaiksteinen zu setzen. Der Förderkreis möchte die Emporen der Sankt-Marien-Andreas-Kirche wieder einbauen, wie sie vor der Zerstörung waren, weil für Konzerte mit berühmten Interpreten ca. 1000 Plätze brauchen. Es war lange unklar, wie eine neue Spendenaktion für die Emporen aussehen sollte. Manfred Langner hatte die Idee, Emporenstifterbriefe aufzulegen, um den Wiederaufbau der Emporen zu finanzieren. Für 20,00 € erhält man einen Emporenstifterbrief. Manfred Langner spendete am 10.12.2015 die Emporenstifterbriefe Nr. 136 -140 (100,00 €). Der Förderkreis bedankt sich für die Spende und wünscht ihm und seiner Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest.

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Fotoarchiv Manfred Langner- Berlin -1


80. Geburtstag
von Manfred Langner am 19.10.2016





Manfred Langner feierte am 19.10.2016 seinen 80. Geburtstag. Der gebürtige Rathenower lebt heute in Berlin und ist mit seiner Frau Dorothea seit 1999 Mitglied im Förderkreis. Alles, was seine Heimatstadt Rathenow betrifft, verfolgt er mit regem Interesse. Für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche hat er schon zu vielen Anlässen großzügige Spenden gegeben. Zu seinem 80. Geburtstag hatte er seine Gäste um eine Spende für den Förderkreis gebeten, die er auf die stattliche Summe von 420,00 € erhöhte. So spendete er den Emporenstifterbrief Nr. 80 für den Wiederaufbau der Emporen. Die Idee Stifterbriefe für den Wiederaufbau der Emporen aufzulegen, hatte er und freut sich natürlich, dass er nun zu seinem 80. Geburtstag den Emporenstifterbrief Nr. 80 erhielt. Außerdem spendete er noch die Orgelpfeifen Nr. 229-232 für die neue Schuke-Orgel. Der Förderkreis bedankt sich bei  Manfred Langner und wünscht ihm noch viele schöne Jahre bei bester Gesundheit.
 

© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß

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