Biografie von Jutta Kasuch

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 18. Januar 2012 13:04


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Jutta Else Betty Kasuch, geborene Steinfurth, wurde am 20.09.1924 in der Mühlenstraße 17 in Rathenow geboren. Ihr Vater, Edmund Oskar Willy Steinfurth, war Werkzeugmacher bei der Firma Duchrow und später im VEB Reißverschluss. Die Mutter Else Charlotte Pauline Ostwald war Hausfrau und in der Optik beschäftigt. Jutta Kasuch wuchs mit ihrer Schwester Marianne Erna Auguste Steinfurth in Rathenow auf. Die Schwester wurde am 21.11.1921 geboren. Jutta Kasuch wurde von Superintendent Georg Heimerdinger in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche getauft und konfirmiert. Sie besuchte die Bauschule in der Baustraße bis zur 8. Klasse und wurde im April 1939 konfirmiert und aus der Schule entlassen. Sie begann dann eine kaufmännische Lehre bei Friedrich Müller und Söhne in der Perleberger Straße (ehemaliges Lehrlingswohnheim). Ihr Chef, Dr. Gustav Gammert, führte die Optische Fabrik für Metallbrillen und Hornbrillen in der Perleberger Straße. Nach der dreijährigen Lehre (1939 -1942) wurde sie als kaufmännische Angestellte übernommen und arbeitete in dem Betrieb bis 1945. Die optische Fabrik Friedrich Müller und Söhne versandte ihre Brillen in die ganze Welt. Als sie mit ihrer Schwester 1945 nach Schollene floh, sah sie wie die Kirche brannte und das vergoldete Kreuz und die Kugel herunterfielen. Nach dem Ende des Krieges hat Jutta Kasuch im Gartenbau Böttcher, als Kindermädchen beim Zahnarzt Kubitzki in der Ferdinand-Lassalle-Straße und auch als Trümmerfrau gearbeitet. Von 1946 -1948 an arbeitete sie in der russisch besetzten und abgesperrten Bahnhofstraße in Rathenow als Kassiererin im Frisörsalon und später im Russenmagazin (Kaufhaus für die Russen), das sich in der heutigen Gerichtslaube gegenüber der Bäckerei Thonke in der Bahnhofstraße befand. Von 1948 -1953 arbeitete sie in der Betriebsbuchhaltung von ROW (Rathenower Optischen Werken). Am 26.07.1952 heiratete sie in der Katholischen Kirche St. Georg in Rathenow Alfred Bruno Kasuch, der aus Schlesien kam. Am 04.02.1954 wurde dem Ehepaar die Tochter Ingrid Jutta Else und am 17.08.1958 der Sohn Gerhard Alfred geboren. Gemeinsam mit ihrem Mann übernahm sie von 1955 -1970 die Gaststätte „ Schweizer Halle“ in Friesack, zog aber 1971 nach Rathenow zurück, weil sie Arbeit als Verkäuferin beim Konsum in Rathenow bekam. Von 1974 -1984 arbeitete sie als Sachbearbeiterin bei der Staatlichen Versicherung in Rathenow, schied aber nach Erreichen des Rentenalters mit 60 Jahren 1984 noch nicht aus dem Berufsleben aus, sondern war noch bis 1992 als Vertreterin für die Versicherung tätig. Der berühmte Superintendent Georg Heimerdinger hatte sie durch ihr ganzes Leben begleitet. So ist es ihr auch heute ein Herzensanliegen, den Wiederaufbau ihrer Sankt-Marien-Andreas-Kirche zu befördern. Am 14.08.2008 trat sie dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. bei und spendete 10 Dachsteine (Nr. 2364-2373) für den Wiederaufbau der Kirche. Der Förderkreis bedankt sich herzlich für die Spende.

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