Biografie von Johanna Rubach

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 30. Januar 2011 02:24


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Johanna, Frida, Marie Rubach, geborene Bange, wurde am 12.10.1920 in Rathenow geboren. Der Vater, Wilhelm Bange war Postbeamter und Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins in Rathenow. Der Vater liebte seine Tochter über alles und hatte ein sehr inniges Verhältnis zu ihr. Die Mutter Frida Bange, geborene Bock, war Hausfrau. Johanna Rubach wurde 1922, also mit zwei Jahren in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche von Superintendent Ettel getauft, den sie während der Taufe immer am Bart zupfte, wie die Eltern ihr später berichteten. Johanna Rubach wuchs mit einem vier Jahre jüngeren Bruder, Martin Bange, auf. Sie besuchte von 1926 -1929 die Volksschule zunächst in der Schleusenschule und später in der Altstadtschule (Große Baustraße). Ab der fünften Klasse ging sie zum Lyzeum in der Schleusenschule.
1936 wurde sie von Pfarrer Detert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche konfirmiert. Nach der 9. Klasse begann sie von 1936 -1939 eine Lehre als Kaufmännische Angestellte bei Wernicke und Co., eine optische Maschinenfabrik. (Hagenstraße /Ecke Curlandstraße). Nach Beendigung der Lehre übernahm sie die Lohnbuchhaltung und bekam weniger Geld als ihr männlicher Vorgänger. Der Chef legte ihr aber die Differenz aus der Privatchatulle dazu, sodass ihr Gehalt dem der männlichen Mitarbeiter gleich kam. Von 1946 - 1956  arbeitete sie im Steuerbüro Stendel, das später von Woop übernommen wurde. Danach war sie bei der Post als Finanzangestellte, als Hauptbuchhalterin im Volkseigenen Betrieb (VEB) Optikmaschine (Curlandstr.34) und 10 Jahre in der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft tätig. Am 04.09.1943 heiratete sie den Maschinenbauer, Herbert Rubach. Die Trauung wurde von Pfarrer Detert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche durchgeführt. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Jürgen, geb. 05.05.1951 und Hartmut, geb.21.06.1956  hervor. Als ihr Mann 1947 aus französischer Kriegsgefangenschaft zurück kam, arbeitete er beim Fernmeldewesen.
Das gemeinsame Hobby war das Segeln mit einem selbst gebauten Jollenkreuzer auf dem Semliner See.
Als sie 1980 berentet wurde, widmete sie sich besonders der Arbeit im Frauenkreis der evangelischen Kirche und arbeitet seit 1990 in der Diakonie mit. Am 01.03.1998 trat sie dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. bei, weil sie von der Schönheit der alten im Krieg zerstörten Kirche fasziniert war und ihren Anteil zum Wiederaufbau beitragen wollte. 2008 spendete sie 10 Dachsteine(Nr.1775 -1784) für das marode Dach der Kirche. Am 10.06.2012 nahm sie Gott in seine ewige Herrlichkeit zu sich.

Dr. Heinz-Walter Knackmuß

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