Biografie von Dr. med. Gabriele Ellsäßer

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 25. März 2011 06:05


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Dr. med. Gabriele Gertrud Rita Ellsäßer, geborene Feger, wurde am 23.01.1953 in Hechingen geboren. Ihr Vater, Siegesmund Feger, war Apotheker und ihre Mutter, Wilma Antonia Feger, geborene Ernst, war Pharmazeutisch Technische Assistentin (PTA). Dr. Gabriele Ellsäßer wurde 1953 in Hechingen getauft. Von 1958 an besuchte sie vier Jahre die Volksschule in Trossingen.  1962 erhielt sie in Trossingen die Heilige Kommunion. Nach der Volksschule wechselte sie auf den naturwissenschaftlichen Zweig (Mathematik, Physik) des Gymnasiums in Trossingen, wo sie 1970 ihr Abitur mit Auszeichnung ablegte. Von 1971 - 1977 studierte sie an der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg im Breisgau Humanmedizin. Von 1977 -1978 absolvierte Dr. Gabriele Ellsäßer ihr praktisches Jahr im Auguste-Viktoria-Krankenhaus in Berlin und zwar je vier Monate auf der internen und der chirurgischen Abteilung. Weitere vier Monate arbeitete sie in der Sozialpsychiatrie der Freien Universität in Berlin-Charlottenburg. 1978 erhielt sie die Approbation als Ärztin. Von 1979 -1982 absolvierte Dr. Gabriele Ellsäßer am Krankenhaus in Berlin-Neuköln einen Teil der Facharztausbildung zur Fachärztin für innere Medizin. 1983 promovierte sie am Institut für Medizingeschichte der Freien Universität Berlin zum Dr. med. über das Thema: "Reformpsychiatrische Bürgerbewegung am Ende des 19. Jahrhunderts." Von 1983 - 1985 war sie als Ärztin im Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes Berlin-Tiergarten tätig und baute von 1985 -1989 den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst im Gesundheitsamt Berlin-Tiergarten auf und wurde dessen Leiterin. Berufsbegleitend absolvierte sie von 1984 -1989 eine kinderpsychiatrische Ausbildung. 1989 erhielt sie nach einer entsprechenden Ausbildung den Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen und arbeitete von 1989 -1992 als stellvertretende Amtsärztin im Gesundheitsamt Berlin-Charlottenburg, wobei ihr Hauptaufgabengebiet wieder der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst war. 1993 wurde sie Leiterin des Landesgesundheitsamtes in Brandenburg und  baute das Landesgesundheitsamt entsprechend den Vorgaben der Landesregierung zu einem modernen Fachamt für gesundheitliche Belange des Landes Brandenburg auf. Dabei kamen ihr ihre Begabung zum wissenschaftlichen Arbeiten und ihre großen sozialmedizinischen Fachkenntnisse zugute. Unzählige wissenschaftliche Veröffentlichungen und Fachvorträge in Deutschland und weltweit trugen zum guten Ruf des Landesgesundheitsamtes in Brandenburg bei. Alle Gesundheitsämter im Land Brandenburg nutzten die Beratungskompetenz des Landesgesundheitsamtes bei fachlich schwierigen Aufgaben. 1999 erwarb Dr. Ellsäßer  die Zusatzbezeichnung Umweltmedizin. Besondere Akzente setzte sie auf die Schutzimpfungen von Kindern und Jugendlichen im Land Brandenburg und auf Unfallprävention. Auf ihre Initiative hin  wurde eine Riesenküche als Wanderausstellung zur Verdeutlichung von Unfallperspektiven aus kindlicher Sicht in vielen Städten des Landes Brandenburg präsentiert. 1992 war sie dem Verband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes des Landes Brandenburg e.V. beigetreten.  1996 war sie verantwortlich für die Durchführung des Wissenschaftlichen Kongresses der Bundesverbände der  Ärzte und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes  e. V. in Berlin. Sie schuf dafür einen wissenschaftlichen Beirat, der die bis dahin recht seichten Fortbildungsangebote auf ein hohes Niveau brachte und seither der Garant für die hohe Qualität der jährlichen Fortbildungen für Ärzte und Zahnärzte der Gesundheitsämter in der Bundesrepublik Deutschland darstellt. 1997 wurde Dr. Gabriele Ellsäßer zur Stellvertretenden Vorsitzenden des Verbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes des Landes Brandenburg e.V. gewählt. 2001 wurde sie Vorsitzende des Ärzteverbandes und führte ihn bis 2005.

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Schatzmeister, Dr. Detlef Gagel, (links) Vorsitzende Dr. Gabriele Ellsäßer (Mitte) und stellv. Vorsitzende Dr. Heinz-Walter Knackmuß (rechts)
nach der Vorstandswahl 2001

Dr. Gabriele Ellsäßer engagierte sich sehr für den Öffentlichen Gesundheitsdienst im Land Brandenburg. Bei den Gesprächsrunden mit dem brandenburgischen Gesundheitsminister Alwin Ziel warb sie um Unterstützung für die Aufgaben der Gesundheitsämter.

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Dr. Gabriele Ellsäßer (2. von links) nach einem Gespräch
mit dem Gesundheitsminister Alwin Ziel
2002

Jahr für Jahr versuchte sie mit der Landesregierung ein Gespräch zu führen, um aktuelle Probleme des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zu lösen oder nach Lösungswegen zu suchen. Nicht immer waren die Gespräche erfolgreich. Auch in Brandenburg waren inzwischen die finanziellen Kapazitäten knapp.

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Der Gesundheitsminister Günter Baaske (links)
nach einem Gespräch mit dem Vorstand 2003
(von links Dr. Gabriele Ellsäßer, Dr. Detlef Gagel, Dr. Heinz-Walter Knackmuß, Gudrun Stange)

Am 16.11.2007 wurde sie zum Ehrenmitglied des Verbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes der Länder Brandenburg und Berlin e.V. ernannt.
1979 wurde ihre Tochter Lenka Valeska Ellsäßer und 1982 ihr Sohn Florian Ellsäßer geboren. 1984 heiratete sie den Journalisten Michael Ellsäßer. Die Trauung fand in der evangelischen Kirche Borsigwalde (Berlin-Tegel) statt. Michael Ellsäßer verstarb an einem Krebsleiden. Am 10.04.2004 heirate Dr. Gabriele Ellsäßer den Rechtsanwalt Hermann-Josef Berg in der Sankt-Ludwigskirche in Berlin-Charlottenburg. Neben ihrem sehr anstrengenden Beruf als Leiterin des Landesgesundheitsamtes in Brandenburg und vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen verbringt sie gern ihre Freizeit mit ihren fünf Enkelkindern. Ihr Hobby sind Sprachen und hier besonders Französisch, Italienisch und Englisch. In jüngeren Jahren liebte sie auch sehr das Tango-Tanzen. Mit ihrem Mann zusammen geht sie oft ins Kino. Beide Eheleute sind  begeisterte Cineasten. Sie spielt auch gern Tennis. 

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Dr. Gabriele Ellsäßer
am 17.06.2008
in Rathenow in der Röntgenstraße 13

Dr. med. Gabriele Ellsäßer besuchte in ihrem Urlaub am 17.06.2008 die Sankt-Marien-Andreas-Kirche und ließ sich vom Vorsitzenden des Förderkreises durch die Kirche führen. Sie war so begeistert vom Wiederaufbau der im zweiten Weltkrieg schwer zerstörten Kirche, dass sie sofort entschied, dass ihr Mann, Hermann-Josef Berg und sie die Orgelpfeife Nr. 65 (100,00 €) spenden wollten. Außerdem trat sie dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche am 17.06.2008 bei

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