Biografie von Annemarie Schütz

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 10. September 2011 01:15


 

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Annemarie Schütz, geborene Knackmuß, wurde am 26.04.1940 in Rathenow geboren. Ihr Vater, Otto Fritz Walter Knackmuß (*03.02.1909 -† 11.03.1980 ) war ein kleiner Händler mit Ölen, Fetten und Farben und heiratete am 22.10.1939 in der Semliner Dorfkirche und dem Standesamt Hohennauen Gertrud Elfriede Hirsch (*18.04.1918 - † 26.02.2003). Elfriede Hirsch kam aus Penkendorf, Kreis Schweidnitz, in Schlesien und war Hausangestellte beim Grafen von Bredow in Lochow. Die kleine Famile wohnte zunächst in dem Haus von Otto und Agnes Knackmuß in Semlin Ferchesarer Str. 12, den Eltern des Vaters. Später zog die Familie in das Haus am See, einer idyllisch gelegenen Villa im Wald und direkt am Semliner See (Seeblick 6). Die Kindheit war sehr glücklich. Die Beziehungen zu den Großeltern Agnes und Otto Knackmuß und zu der Schwester der Großmutter Anna Fritze waren herzlich. Annemarie Schütz wurde 1946 in die Dorfschule Semlin eigeschult und erhielt in den ersten Jahren Unterricht vom Lehrer Hugo Zastrow und Renate Fennert. Auf den Schulzeugnissen werden sehr gute und gute Leistungen ausgewiesen. In den ersten Jahren wurde auch noch Führung und Haltung beurteilt, wo sie immer ein sehr gut nach Haus brachte. Später übernahm Edith und Klaus Harms den Unterricht in der kleinen Semliner Dorfschule.

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Annemarie als Schulkind

Zum Beginn der großen Sommerferien und zu Weihnachten wurden in den zwei großen Gaststätten des Dörfchens immer Theaterstücke aufgeführt, wo Annemarie wegen ihrer schönen blonden Zöpfe oft die Hauptrolle spielte. So spielte sie einmal die Maren in der Regentrude nach dem Märchen von Theodor Storm. Regine Thiedecke spielte die Mutter Stine und Siegfried Schröder den Feuermann. Siegfried Schlottmann spielte den Andres, Richard Guthan den Wiesenbauer und Doris Hübscher (geborene König) die Regentrude. Es gab auch Theaterstücke wie Zwerg Nase mit Jürgen Guthan in der Hauptrolle. Am 13.10.1940 war sie in der Dorfkirche Semlin durch Pfarrer Ernst Detert getauft worden und am 16.05.1954 wurde sie dort von Pfarrer Rolf Stubbe konfirmiert. Ihr Konfirmationsspruch lautete: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben (Johannes 8,12).

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Sie ging dann später nach Rathenow und absolvierte an der Erweiterten Oberschule „Karl Marx“ die mittlere Reife (01.09.1955 -21.06.1956). Ihr Klassenlehrer war Fritz Lorenz. Nach der Schule nahm sie eine Lehre zur Telefonistin bei der Post auf und arbeitete viele Jahre als „ Fräulein vom Amt“.

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Am 06.06.1964 heiratete sie in Friedrichroda Paul Schütz und begann eine Arbeit in der Lohnbuchhaltung des VEB Ofen- und Herdbau Rathenow, wo sie berufsbegleitend 1968 das Facharbeiterzeugnis für den Industriekaufmann erwarb. Am 05.01.1965 wurde ihr Sohn Jörg und am 13.09.1974 ihr Sohn Matthias in Rathenow geboren. Nach der Eheschließung zog die Familie nach Premnitz, und Annemarie Schütz nahm eine Tätigkeit als Sachbearbeiterin in der Lohnbuchhaltung des Volkseigenen Betriebes (VEB) „Friedrich Engels“ auf. 1981 erlitt sie einen Schlaganfall mit linksseitiger Lähmung, der zur Berentung führte. Nach der Einheit Deutschlands zog die Familie wieder nach Rathenow zurück. Am 10.11.2002 wurde ihre Enkelin Alexandra Nina Schütz in Berlin geboren, worüber sie sich freute.  Am 01.05.1997 trat Annemarie Schütz dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. bei. Sie war der Kirchengemeinde in Premnitz und in Rathenow immer eng verbunden und fühlte sich in ihr geborgen. Am 11.06.2008 verstarb sie an einer langwierigen Krankheit, die sie seit ihrem 20. Lebensjahr begleitete.

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